BSE: Schweiz will einheitliche EU-Haltung

Die Schweiz wehrt sich gegen das Einfuhrverbot für Schweizer Rindfleisch. Keystone

Die Schweiz drängt in der EU auf eine einheitliche Haltung in der Frage der wegen der BSE-Krise ergangenen Einfuhrverbote für Schweizer Rindfleisch. Erneut interveniert hat sie im Gemischten Ausschuss Schweiz-EU zum Freihandels-Abkommen.

Dieser Inhalt wurde am 25. Oktober 2000 - 21:17 publiziert

Bei den Importsperren handelt es sich laut Dante Martinelli, Schweizer Botschafter bei der Europäischen Union (EU), um "ein ernsthaftes Problem". Zwar hat die Schweiz ein weit vorangetriebenes BSE-Überwachungs-System, trotzdem halten etliche EU-Länder die Sperren aufrecht, sagte Martinelli am Mittwoch (25.10.) vor Schweizer Medien in Brüssel.

EU-Kommission soll intervenieren

Beim 45. Treffen des Gemischten Ausschusses rief die Schweiz die EU-Kommission daher dazu auf, bei den EU-Mitglieds-Ländern auf eine einheitliche Haltung hinzuwirken. Die EU-Seite habe darauf eingeräumt, sie sei sich der negativen Auswirkungen auf den Handel mit der Schweiz bewusst.

So war die Schweiz von den wissenschaftlichen Ausschüssen in der EU provisorisch in der gleichen Risikoklasse wie die meisten EU-Länder eingestuft worden - bezüglich des Auftretens von Rinderwahnsinn.

Vor allem in die wichtigsten Nachbarländer der Schweiz blieben die Einfuhrembargos bestehen. Diese Länder waren früher Abnehmer von Schweizer Rindern und Rindfleisch. Laut einem Schweizer Diplomaten besteht nun aber die Hoffnung, dass das Embargo auf Rindfleisch bis kommenden April aufgehoben werden könnte.

swissinfo und Agenturen

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