Bundespolizei: Neue Strukturen und mehr Personal

Der Bund hat dem Bundesamt für Polizei neue Aufgaben übertragen. Jetzt haben die Verantwortlichen die neuen Strukturen präsentiert. Kernstück ist eine Bundeskriminalpolizei.

Dieser Inhalt wurde am 01. Dezember 2000 - 16:17 publiziert

Grundsätzlich ist das "neue" Bundesamt für Polizei (BAP) in zwei Hauptabteilungen gegliedert, den Staatsschutz für Analyse und Prävention und den polizeilichen Bereich mit der Bundeskriminalpolizei als Herz desselben. Diese soll im Endausbau rund 450 Ermittler umfassen, wie BAP-Direktor Jean-Luc Vez am Freitag (01.12.) vor den Medien in Bern sagte.

Das umstrukturierte BAP wird seine Arbeit Anfang nächstes Jahr aufnehmen, wie Vez ausführte. Ziel sei mehr Flexibilität bei der Aufgabenerfüllung sowie bessere Koordination mit Kantonen und dem Ausland. Dabei werden die Ermittlungen künftig einzig von der neuen Bundeskriminalpolizei (BKP) geführt. Ein Ermittlungsoffizier wird dort Ermittlungs-Verfahren projektbezogen leiten.

Personalprobleme angekündigt

Im nächsten Jahr sollen 80 neue Stellen besetzt werden, die Hälfte mit Polizeibeamten, wie BKP-Chef Erwin Beyeler sagte. Weiter werden Spezialisten für den Bereich Wirtschaftskriminalität gesucht, darunter Bücherexperten für Bank-und Versicherungsgeschäfte. Allerdings könnte das Probleme geben: Laut Vez hat der Bund Mühe, gleiche Löhne wie die Privatwirtschaft zu zahlen. Neben der neuen Fachhochschule für Wirtschafts-Kriminalistik braucht es laut BAP-Direktor Vez weitere Ausbildungsgänge für die künftigen Bundesermittler.

Ab 2002 Organisiert Kriminalität

Ab 2002 soll die BKP zusätzlich dem Bund zugewiesene Ermittlungs-Kompetenzen im Bereich organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität übernehmen. Dazu wird die BKP bis 2004 um 318 Stellen ausgebaut, bis 2008 um zusätzliche 137 Stellen. In einer späteren Phase sind laut Beyeler Aussenbüros in Zürich, Lugano und Genf geplant

Der bisherige Inlandnachrichtendienst der Bundespolizei (BUPO) wird neu zum Dienst für Analyse und Prävention (DAP). Eigene Ermittlungen führt der Dienst nicht mehr, wie BUPO- und künftiger DAP-Chef Urs von Daeniken sagte. Die Aufgabe des präventiven Inlandnachrichtendienstes umfasst die Beobachtung des gewalttätigen Extremismus und Terrorismus sowie des verbotenen Kriegsmaterialhandels.

swissinfo und Agenturen

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