Calmy-Rey: Frauen sollen aus dem Schatten treten

Aus Anlass des internationalen Tages der Frau hat Bundesrätin Micheline Calmy-Rey die Frauen dazu aufgerufen, aus dem Schatten zu treten. Die FDP Frauen forderten verstärkte Massnahmen gegen die häusliche Gewalt.

Dieser Inhalt wurde am 08. März 2003 - 16:12 publiziert

In zahlreichen Orten fanden Kundgebungen und kulturelle Veranstaltungen statt.

Aussenministerin Calmy-Rey rief die Frauen im Frauenparlament von Frauenfeld (TG) am Samstag dazu auf, ihre Macht zu nutzen und aus dem Schatten zu treten. Es stehe für die Frauen zu viel auf dem Spiel, als dass sie darauf verzichten könnten.

Es gebe noch immer Unterschiede in der Stellung von Frauen und Männern. Mit Gesetzen allein liessen sich diese nicht beseitigen.

Unterschwellige Ablehnung und Widerstände

Tatsache bleibe aber, dass Frauen in der Ausübung ihrer Macht immer wieder auf unterschwellige Ablehnung und auf Widerstände stiessen.

"Wir müssen auf positive Identifikationen hinwirken, wir müssen Frauen ermutigen, aus dem Schatten und aus dem zweiten Glied herauszutreten. Wir müssen dafür sorgen, dass objektiv über Frauen informiert wird", sagte die SP-Bundesrätin weiter.

Sie sei der festen Überzeugung, dass Frauen andere Erfahrungen und Werte mit sich brächten und folglich auch andere Handlungsweisen. Sie seien mehr am Gemeinwohl und weniger an Karriere und Lorbeeren interessiert. In diesem Sinne wirkten sie stark und positiv verändernd.

Besserer Schutz vor häuslicher Gewalt

Die Frauen der Freisinnig-demokratischen Partei (FDP) haben am internationalen Tag der Frau einen besseren Schutz vor häuslicher Gewalt gefordert.

Analog zum St. Galler Modell sollen nach Auffassung der FDP in allen Kantonen die gesetzlichen Grundlagen für wirksame polizeiliche Interventionen bei häuslicher Gewalt geschaffen werden, forderten die FDP Frauen an ihrer Generalversammlung am Samstag. Sie wollen in den Kantonen entsprechend aktiv werden.

Feministinnen an der Fasnacht...

In Bern nahmen Feministinnen als "Helvetia" verkleidet am samstäglichen Fasnachtsumzug teil, um für die Sache der Frau einzustehen und auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Sie traten den Umzug allerdings in umgekehrter Richtung an, um besser auf sich aufmerksam machen zu können.

...und spontane Kundgebungen

An zahlreichen anderen Orten gab es zudem spontane Kundgebungen. Vielerorts wurde für die Frauen ein kulturelles Programm mit Filmen und Konzerten organisiert, oder es fanden Feste statt.

In Basel protestierten in schwarz gekleidete Frauen gegen Krieg und Gewalt. Die Menschenrechts-Organisation Amnesty International sammelte Unterschriften gegen die Gewalt an Frauen in Russland. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hob mit allem Nachdruck die Not hervor, die Frauen im Krieg trifft.

swissinfo und Agenturen

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