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Calmy-Rey: Millenniumsziele ein Muss

"Die Millenniumsziele reflektieren einen historischen Konsensus", erklärte die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey am UNO-Gipfel in New York, mit dem die Staatengemeinschaft den im Jahr 2000 vereinbarten Zielen neuen Auftrieb geben will.

Anfang des neuen Jahrtausends sei Optimismus in der Luft gelegen.
Wenn die damalige Euphorie trotz einiger Erfolge heute einer gewissen Ernüchterung gewichen sei, so, weil "wir nicht erreicht haben, was wir wollten", erklärte Calmy-Rey am Montag gemäss Redetext.

Die Umsetzung der Millenniumsziele müsse für die Staatengemeinschaft, vor allem auch für die reichsten Länder, ein vorrangiges Anliegen bleiben. Die bisherigen Fortschritte im Kampf gegen die Armut, für den Zugang zu Ausbildung und Trinkwasser und die Gleichstellung der Geschlechter reichten nicht aus.

Die Schweiz stehe zu ihrem Engagement. Ihre Entwicklungshilfe konzentriere sich auf die ärmsten Länder und auf Bereiche, die mit den Millenniumszielen verhängt seien.

"Vielleicht haben wir uns zu sehr auf die Symptome konzentriert, und nicht genug auf die Ursachen von Armut und Not", so die Bundesrätin weiter. Entwicklung bedeute viel mehr, als nur Jenen in Not zu helfen. Die Staatengemeinschaft müsse sich offener und direkter mit den Ursachen befassen, weshalb die Entwicklung nur so langsam vorankomme – und ihre Zielvorgaben entsprechend anpassen.

Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung sei auch unabdingbar, dass die internationale Staatengemeinschaft sich beim Kampf gegen den Klimawandel, der vor allem die ärmsten Länder vor neue Probleme stelle, klare Ziele setze. Wasser und andere natürliche Ressourcen müssten wirklich gerecht unter allen Menschen auf der Welt verteilt werden, so Calmy-Rey. Der Übergang zu einer grünen Wirtschaft sei notwendiger und dringender als je.

Auch Gewalt und Konflikte behinderten Fortschritte. Und Mankos bei der Umsetzung der Menschenrechte. Noch immer seien vor allem Frauen und Minderheiten marginalisiert. Das Recht, am politischen, sozialen und wirtschaftlichen Leben eines Landes teilzunehmen, sei absolut vital, wenn man die Millenniumsziele erreichen wolle, sagte die Bundesrätin.

Rita Emch, swissinfo.ch, New York


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