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CERN Die eigenartige Welt der Teilchenjäger

Über Tabellen brütende Köpfe, lachende Gesichter, Laptops und überall Wandtafeln mit chaotischen Kritzeleien, deren Systematik lediglich Eingeweihten zugänglich ist: Das Forschungszentrum CERN bei Genf ist eine Welt für sich.

Zehntausend Menschen aus (fast) allen Nationen der Welt arbeiten hier, Hunderte von Gebäuden verteilen sich über ein riesiges Gelände. Es sind graue Zweckbauten im Grünen, der Putz blättert, die Billigböden in den Gängen sind ausgetreten. An einer Bürotür hängt ein Schild: "Hier darf nicht geputzt werden." Die Forscher kümmern sich weder um die Ordnung im Büro, noch um eine möglichst gepflegte Bekleidung. Gedanken brauchen keinen Prunk.

Das Geld steckt unter der Erde: Im grössten Teilchenbeschleuniger der Welt, in den gigantischen Apparaturen für die physikalische Grundlagenforschung.

Zwei Jahre lang hat der Schweizer Fotograf Andri Pol am CERN verbracht, beobachtet und geduldig auf die richtigen Momente gewartet. Das Resultat seiner Arbeit ist das Fotobuch "Menschen am CERN". "Es ist die Begeisterung dieser Angefressenen, die mich fasziniert und motiviert hat, ein Fotobuch zu machen", sagt Andri Pol. "Und nach zwei Jahren kann ich nur bestätigen: Es lohnt sich hinzuschauen. Ich habe viel gelernt."

(Bilder: Andri Pol, Text: Andreas Keiser, swissinfo.ch)

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