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Clariant in die roten Zahlen gestürzt

Granulate zur Farbherstellung gehören zur Produktepalette Clariants. (Clariant)

Der Basler Chemie-Konzern Clariant weist für letztes Jahr einen Verlust von 78 Millionen Franken aus. Restrukturierungen und Wertberichtigungen drückten auf das Ergebnis.

Auf Basis der weitergeführten Geschäfte erzielte Clariant einen Reingewinn von 131 Millionen Franken, die Hälfte des Vorjahres-Gewinns.

Restrukturierungen und Wertberichtigungen haben dem Chemiekonzern Clariant im letzten Jahr tiefrote Zahlen beschert. Das Unternehmen wies am Dienstag einen Reinverlust von 78 Mio. Franken aus, nach einem Gewinn von 192 Mio. Franken im Vorjahr. Im fortgeführten Geschäft halbierte sich der Gewinn auf 131 Mio. Franken.

Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 8,1 Mrd. Franken und einem Reingewinn von 166 Mio. Franken gerechnet.

Der Umsatz stieg um 7% auf 8,1 Mrd. Franken (Vorjahr 773 Mio. Franken). In Lokalwährungen nahmen die Verkäufe um 5% zu. Im laufenden Jahr werden gute Umsätze und eine Verbesserung des Cash-flows in Aussicht gestellt.

Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Einmaleffekten belief sich auf 592 Mio. Franken (Vorjahr 553 Mio. Franken).

"Wir haben 2006 bei stabilen Preisen ein robustes Umsatzwachstum erzielt. Die Profitabilität ist gestiegen, aber wir sehen noch erheblichen Raum für Verbesserungen", sagte der vor einem Jahr angetretene Clariant-Chef Jan Secher.

Für das laufende Jahr gibt sich der Muttenzer Konzern zuversichtlich. "Wir erwarten, dass 2007 für unser Umsatzwachstum erneut ein gutes Jahr wird", erklärte Secher.

Ursache Ledergeschäft

Als Hauptgrund wird die Goodwill-Wertberichtigung von 100 Mio. Franken im Ledergeschäft genannt. Das operative Ergebnis vor Einmaleffekten nahm hingegen um 11% zu. Die Aktionäre sollen eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Ausschüttung von 25 Rappen pro Aktie in Form einer Nennwertreduktion erhalten.

Der Konzern hatte 2004 nach gescheiterter Expansion einen drastischen Sparkurs eingeschlagen. Dazu gehörten der Verkauf von Unternehmensteilen, Stellenabbau und Schuldenreduzierung. Der Sanierungsprozess soll bis Ende 2009 weitergehen. Dabei sollen 2200 der 21'800 Arbeitsplätze wegfallen und ganze Standorte geschlossen werden.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Zahlen 2006:

Umsatz 8,1 Mrd. Franken (+ 4,8% gegenüber Vorjahr)
Betriebsergebnis 385 Mio. Franken (-14,1%)
Konzernverlust 78 Mio. Franken (Vorjahresgewinn 192 Mio.)
Konzerngewinn auf Basis der fortgeführten Geschäfte 131 Mio. Franken (-50%)

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In Kürze

Clariant (früher Sandoz) mit Sitz in Muttenz bei Basel, produziert seit 1886 chemische Präparate und Pigmente für die Textil-, Leder- und Papier-Industrie. Das Unternehmen ist auch im pharmazeutischen und agrochemischen Sektor tätig.

Der Konzern bietet auch Leistungen in den Sektoren Industriechemie, Qualitätskontrolle, Sicherheit, Umwelt und Logistik an.

Heute arbeiten rund 22'000 Menschen für Clariant.

Im November 2006 wurde ein Stellenabbau von 10% angekündigt. Bis Ende 2009 streicht der Chemie-Konzern weltweit 2200 Arbeitsplätze.

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