Curling: Schweizer Teams auf EM-Halbfinalkurs

Erfolgreiches Schweizer Curling-Team an der EM in Oberstdorf. Keystone

Sowohl die Männer von Biel-Touring, die sich mit einem 10:5- Sieg über Norwegen von der Niederlage gegen Finnland auffingen, als auch die Frauen von Solothurn-Wengi steuern an den Curling-Europameisterschaften in Oberstdorf auf die Halbfinals zu.

Dieser Inhalt wurde am 11. Dezember 2000 - 22:02 publiziert

Trotz einer unglücklichen 4:6-Niederlage gegen die vierfachen Weltmeisterinnen aus Schweden und nach einem 5:3-Sieg über Russland sind die Solothurnerinnen um Skip Nadja Heuer nun in einer vorzüglichen Ausgangslage. Nebst der Schweiz haben bislang noch Schweden, die Titelverteidigerinnen aus Norwegen sowie die Deutschen mit dem sechsfachen Europameister-Skip Andrea Schöpp überzeugt, während die restlichen vier Teams nur unter sich Siege holten, sodass bereits eine Zäsur von vier Punkten entstanden ist. In den drei verbleibenden Spielen können die Schweizerinnen unter anderem noch gegen das bisher schwächste Team aus Frankreich antreten. Bei einem Sieg dürfte ihnen der Platz in den Medaillenspielen nicht mehr zu nehmen sein.

Den Turnierfavoriten Schweden mit dem weltweit erfolgreichsten Skip Elisbet Gustafson brachten die Solothurnerinnen an den Rand einer Niederlage. Im letzten End hatte Skip Nadja Heuer mit ihren letzten zwei relativ einfachen Steinen eine grosse Chance, zwei Punkte zum 6:5-Sieg zu machen. Beide Versuche missrieten allerdings, so dass Gustafson doch noch zum Sieg kam. Vergangenen April an der WM in Glasgow verloren die Schwedinnen in der Round Robin gegen die nachmaligen Zweiten Bern AAM (Luzia Ebnöther) und scheiterten hierauf überraschenderweise vor den Halbfinals. In Oberstdorf zeigen sie sich wieder in alter Stärke. Um so erfreulicher war es festzustellen, dass die Solothurnerinnen über weite Strecken der Partie überlegen waren. Die darauf folgende Partie gegen die noch unerfahrenen Russinnen war keine leichte Aufgabe. Die Vorentscheidung fiel erst im 8. End, als die Schweizerinnen einen Stein zur 4:2-Führung "stahlen".

Männer: Tritt gefunden

Für das Schweizer Männerteam war der klare Erfolg gegen den gefährlichen Aussenseiter Norwegen Balsam nach einem eher mühseligen Turnierstart. In ihrem bislang besten Team brachten die Bieler mit einem sehenswerten Stein von Skip Andreas Schwaller zu einem Dreierhaus im 3. End endlich einmal einen "Big Point" an. Die Norweger, die in dieser Zusammensetzung unter Skip Thomas Ulsrud 1998 schon WM-Erfahrung gesammelt hatten, begingen einige Fehler, welche die Schweizer zum dritten Sieg im vierten Spiel nutzten.

Der ursprünglich als Ersatzmann vorgesehene Christof Schwaller, der Bruder des Skips, hat in den vier Spielen als "Lead" anstelle des jungen Marco Ramstein so hervorragend gespielt, dass ein erneuter Wechsel derzeit nicht zur Debatte steht.

swissinfo und Agenturen

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