Navigation

Das Atom spaltet

Die Debatte über die Kernenergie ist über 30 Jahre alt.

Dieser Inhalt wurde am 23. September 2002 - 18:31 publiziert

Die feurigen Debatten der siebziger Jahre sind einem sachlicheren Dialog gewichen.

2001 produzierten die 5 Schweizer Kernkraftwerke 25 Mrd. kWh Strom.

Die erneuerbaren Energien machten nur gerade 0,8% der Gesamtproduktion aus.

Die Anti-Atom-Bewegung

Die Debatte um die Kernkraftwerke um die Schweiz begann 1969 mit der Inbetriebnahme von Beznau 1, dem ersten kommerziellen Werk in der Schweiz.

Bereits 1 Jahr später wurden die ersten Proteste hörbar, verkörpert vom Aktions-Komitee gegen das Kernkraftwerk Kaiseraugst.

1975 besetzte das Komitee das Gelände, auf dem das neue Werk entstehen sollte. Dies war die Geburtsstunde der Schweizer Anti-Atom-Bewegung. Kaiseraugst wurde nicht gebaut.

1971 entstand Beznau 2 und Mühleberg. 1977 protestierten Tausende gegen den Bau eines Kernkraftwerks in Gösgen - ohne Erfolg. 1979 ging Gösgen ans Netz.

Im selben Jahr verlangte eine Initiative, das Volks-Ja zum Neubau von Kernkraftwerken. Die Initiative scheiterte an einem Nein-Anteil von 51,2%.

1984 wurde das KKW Leibstadt gebaut, das bisher letzte Werk auf Schweizer Boden.

Tschernobyl-Effekt

1986 explodierte das Kernkraftwerk von Tschernobyl. Der Atomstrom geriet wieder zunehmend ins Schussfeld der Kritik. Nur gerade Frankreich hängte seither nochmals ein Kernkraftwerk ans Netz.

Der Anti-Atom-Konsens seit Tschernobyl ist jedoch am Bröckeln: Im Mai 2002 beschloss Finnland ein neues Werk zu bauen.

swissinfo

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.