Das Schweizer Klima im 20. Jahrhundert: Es wird immer wärmer

Seit Mitte der 80er Jahre werden in der Schweiz sowohl die Winter als auch die Sommer zunehmend wärmer. Dies stellt die SMA-MeteoSchweiz in ihrem Überblick über das Schweizer Klima im 20. Jahrhundert fest. Die Niederschlagsmengen blieben stabil.

Dieser Inhalt wurde am 27. Dezember 1999 - 14:22 publiziert

Seit Mitte der 80er Jahre werden in der Schweiz sowohl die Winter als auch die Sommer zunehmend wärmer. Dies stellt die SMA-MeteoSchweiz in ihrem Überblick über das Schweizer Klima im 20. Jahrhundert fest. Die Niederschlagsmengen blieben stabil.

Nach 1941 wurden die Sommerhalbjahre plötzlich markant wärmer. Ebenso plötzlich wie sie einsetzte, verschwand jedoch diese Wärme wieder. Mitte der 50er Jahre lagen die Temperaturen des Sommerhalbjahres wieder auf dem alten, wesentlich tieferen Niveau. Bis 1980 gingen sie sogar noch etwas mehr zurück. Danach waren sehr warme Sommerhalbjahre wieder eine häufige Er- scheinung. Dies hat sich bis heute nicht mehr geändert.

In den 60er Jahren stellten sich immer wärmere Winterhalbjahre ein. Gleichsam in einem Sprung stiegen dann Ende der 80er Jahre die Temperaturen der Winter- halbjahre auf das bis heute andauernde Warmwinter-Niveau an.

Monotonie durchbrochen

Das ganze Jahrhundert über wechselten sich Jahre mit über- und mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen in derart regelmässiger Folge ab, dass der langjährige Durchschnitt jahrzehntelang stabil blieb. Diese Monotonie wurde gelegentlich durch ein vorübergehend stark verändertes Niederschlagsregime unterbrochen.

Ein markanter Unterbruch erfolgte in den 40er Jahren. Über mehrere Jahre hinweg fiel vor allem im Sommer- halbjahr und in einigen Regionen auch im Winterhalbjahr ungewöhnlich spärlich Regen. Eine längerfristige winterliche Niederschlagsarmut prägte auch die erste Hälfte der 70er Jahre.

Schlagartig setzte 1976/77 für mehrere Jahre eine sehr intensive Niederschlagstätigkeit ein. Mitte der 80er Jahre beruhigte sich die Lage wieder. In den anschliessenden Winterhalbjahren wurden in den meisten Regionen der Schweiz wieder die gewohnten, im Tessin gar unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen registriert.

Die 90er Jahre waren die wärmsten seit 1000 Jahren. Nach Angaben der Welt- Meteorologieorganisation (WMO) in Genf wurden die sieben wärmsten Jahre seit Beginn der Temperaturmessungen in den letzten zehn Jahren gemessen.

Das 20. Jahrhundert hat für das schweizerische Mittelland eine bemerkenswerte Abnahme der Wintersturmaktivität gebracht. Die Zahl der Tage mit hohen Windstärken ist zwischen 1880 und 1930 deutlich höher als in der jüngeren Zeit. Die Zugbahnen der Sturmzentren haben sich offenbar nach Norden verlagert.

Die Meteorologen hatten jedoch trotz dieser Tendenz bereits vor dem gewaltigen Orkan, der am Weihnachtswochenende über die Schweiz hinweggefegt ist erklärt, dass weiterhin mit Extremereignissen wie dem Februarsturm von 1990 zu rechnen sei.

SRI und Agenturen

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