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Das UNO-Kriegsverbrechertribunal

Das Kriegsverbrechertribunal ist im Mai 1993 vom UNO-Sicherheitsrat ins Leben gerufen worden. Es soll Kriegsverbrechen untersuchen, die seit 1991 auf dem Gebiet des früheren Jugoslawien begangen worden sind. Dabei geht es um schwere Verstöße gegen die Genfer Konventionen und das Kriegsvölkerrecht, um Völkermord sowie um Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Dieser Inhalt wurde am 28. Juni 2001 - 21:06 publiziert

Dem Gericht in Den Haag gehören 14 ständige Richter aus 14 Ländern an. Seit Juni stehen weitere 27 Richter zur zeitweiligen Unterstützung der Strafkammern bereit. Präsident des Tribunals ist der französische Richter Claude Jorda. Das Büro der Ermittlungsbehörde wird von Chefanklägerin Carla del Ponte aus der Schweiz geleitet.

Bisher wurden öffentlich insgesamt 100 Verdächtige angeklagt. Die prominentesten Angeklagten sind neben Ex-Präsident Slobodan Milosevic der bosnische Serbenführer Radovan Karadzic und sein Militärführer General Ratko Mladic, die beide noch flüchtig sind. Außerdem besteht eine geheime Liste von Angeklagten unbekannter Zahl.

Im Gewahrsam des Gerichts befinden sich derzeit 37 männliche Angeklagte und eine Frau. Sie sind bis zum Abschluss ihres Verfahrens in einem Teil des Gefängnisses von Scheveningen untergebracht.

Der erste Prozess fand 1996 statt. Der damalige Angeklagte, der bosnische Serbe Dusko Tadic, verbüßt derzeit in Straubing (De) eine 20-jährige Strafhaft.

swissinfo und Agenturen

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