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Dauerregen - Erdrutschgefahr steigt

Regen in tiefen Lagen, Schnee in den Bergen - und erste Lawinen fordern Opfer.

(Keystone)

Die anhaltenden Regenfälle in der ganzen Schweiz erhöhen die Erdrutschgefahr. Die RhB-Linie Chur-Arosa wurde verschüttet und musste geräumt werden. Die SBB-Linie durchs Val-de-Travers, die der TGV benützt, wurde am Samstagabend (6.1.) wieder geöffnet.

Fahrleitungsschäden hatten ab Freitag die Zuglinie Neuenburg - Val-de-Travers NE mehrmals unterbrochen. Die auf rund 800 Metern zwischen Travers und Les Verrières NE heruntergerissene Stromzufuhr konnte bis am Samstagabend (6.1.) um 19.00 Uhr repariert werden, wie SBB- Sprecher Jean-Louis Scherz sagte. Der TGV von 16.48 Uhr von Paris nach Bern und Zürich konnte auf der normalen Linie verkehren. Zunächst hatten ihn die SBB umleiten wollen.

Umstürzende Bäume rissen am Freitag zunächst die Leitungen herunter. Am Freitagabend gegen 18.00 Uhr riss der TGV Bern-Paris die gerade reparierte Fahrleitung zwischen Travers NE und dem Grenzort Les Verrières wieder herunter.

Passagiere im Wald gestrandet

Der Zug kam mitten im Wald zum Stehen. Die 130 Passagiere mussten zunächst drei Stunden warten. Anschliessend mussten sie 400 Meter zu Fuss entlang der Bahnschienen zurücklegen, bis sie gegen 21.00 Uhr von Allrad-Fahrzeugen aufgenommen wurden. Weil es am Freitag keine Möglichkeit mehr gab, nach Paris zu gelangen, wurden die Fahrgäste nach Neuenburg zurückgebracht.

Zwei Erdrutsche auf Broye-Linie

Zwei Erdrutsche verschütteten die Regionallinie in der waadtländischen Broye. Der Unterbruch dauerte acht Stunden. In dieser Zeit verkehrten Ersatzbusse zwischen Palézieux und Moudon VD.

Rutsch auf RhB-Linie

Die RhB-Linie Chur-Arosa wurde am Freitag (5.1.) gegen 22.00 Uhr im Bereich der Sassalbrücke durch einen Erdrutsch unterbrochen. Nach Angaben der RhB wurden die Gleisanlagen und die Fahrleitung auf einer Länge von 60 Metern beschädigt. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten waren bis am Samstagmittag abgeschlossen. Zwischen Chur und St. Peter Molinis verkehrten Ersatzbusse.

Die im selben Gebiet durchführende Sandstrasse wurde ebenfalls von dem Gestein verschüttet. Auch die Sassalbrücke wurde in Mitleidenschaft gezogen. Das verschüttete Strassenstück war am Samstagnachmittag (6.1.) freigeräumt.

Nach Polizeiangaben wurden Strasse und Brücke aber derart beschädigt, dass am Samstag um 16.30 Uhr lediglich für den leichten Motorfahrzeugverkehr freigegeben werden konnten.

Stärkster Regen bei Schaffhausen und Lausanne

Die grössten Niederschlags-Mengen wurden von Freitag-Morgen bis Samstag-Nachmittag in den Regionen Schaffhausen und Lausanne gemessen. In diesen Gebieten fielen rund 50 Liter Regen pro Quadratmeter, wie ein Mitarbeiter der Schweizerischen Meteorologischen Anstalt (SMA) sagte.

Im Raum Bern und Zürich wurden zwischen 25 und 30 Liter gemessen, im Wallis waren es 18 bis 20 Liter pro Quadratmeter. Die Schneefallgrenze stieg wegen der hohen Temperaturen zeitweise über 2'000 Meter, soll aber im Laufe des Sonntags wieder sinken.

swissinfo und Agenturen




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