Der deutsche Aussenminister Fischer zu Arbeitsbesuch in Bern

Der deutsche Aussenminister Joschka Fischer, links, weilte am Mittwoch zum Gespräch mit dem Schweizer Aussenminister Joseph Deiss in Bern. Keystone

Fischer hat sich in Bern für einen "fairen Interessensausgleich" in der Fluglärmfrage zwischen Deutschland und der Schweiz ausgesprochen. Auch kommentierte er die Wahlen in Jugoslawien und appellierte an Belgrad man solle dort das Wahlergebnis umsetzen.

Dieser Inhalt wurde am 27. September 2000 - 13:49 publiziert

In den Verhandlungen über die von Deutschland aufgekündigten Anflugrechte über süddeutsches Gebiet auf den Flughafen Zürich müssten "pragmatische Lösungen"
gefunden werden, sagte Fischer am Mittwoch (27.09.) in Bern. Sowohl die Interessen der deutschen Anwohner als auch diejenigen des Flughafens Zürich-Kloten und des Wirtschaftsstandortes seien zu berücksichtigen.

Die deutschen Gemeinden, welche von den Flugzeugen, die in Kloten landen, überflogen werden, verlangen seit langem eine Reduktion der Flüge. Zudem ein Überflugverbot an Samstagen und Sonntagen. Die Schweizer Seite betont, eine drastische Lösung, würde die Stellung von Zürich-Kloten als internationalen "Hub" gefährden.

Wahlergebnis umsetzen

Die Wahlen in der Bundesrepublik Jugoslawien kommentierte der deutsche Aussenminister in Bern als "beeindruckende Entscheidung der Bevölkerung für den demokratischen Wechsel". Alles spräche für einen eindeutigen Sieg der Opposition.

"Milosevic hat verloren. Kostunica hat gewonnen. Dieses Ergebnis muss nun implementiert werden", sagte Fischer. Bei der gewaltlosen Umsetzung des Volkswillens komme Russland eine entscheidende Rolle zu.

"Bilaterale zügig ratifizieren"

Weitere Gesprächspunkte zwischen den Aussenministern aus Deutschland und der Schweiz waren das UNO-Dossier und die europäische Integration. Fischer sicherte der Schweiz die "zügige Ratifizierung" der bilateralen Verträge durch Deutschland voraussichtlich bis Ende Jahr zu.

Sowohl Deiss, als auch Fischer lobten die "intensiven und offenen Gespräche". Anschliessend an das Treffen wurde der deutsche Aussenminister von Bundespräsident Adolf Ogi zu einem Höflichkeitsbesuch empfangen.

swissinfo und Agenturen

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