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Der Snow und sein Board

Die Schweizerin Lisa Quirici am letztjährigen Snowboard-Weltcup in Leysin.

(Keystone)

Vom 14. bis 21. Januar findet im Wintersportort Leysin der 10. Snowboard Weltcup der Internationalen Snowboard Federation (ISF) statt. Das Jubiläum steht unter dem Motto "10 wunderschöne Jahre". Farbe und Form habe sich geändert, der Sport nicht.

Rund die Hälfte der jungen Leute im Alter bis 20 Jahren alt stehen auf das Snowboard und nicht mehr auf dem Ski, wenn sie die Hänge der Schweizer Berge runterfahren. Rund ein Drittel der wert- und mengenmässigen Umsätze im Ski-Snowboard-Markt in der Schweiz gehen auf das Konto der Boarder und Boarderinnen. In der Saison 1999/2000 verkaufte die Branche für rund 90 Mio. Franken Boards, Bindungen und Schuhe. Tendenz: Je jünger der Käufer desto Snowboard.

10 unvergessliche Jahre

Der Wintersportort Leysin begrüsst die Welt-Elite der Snowboarderinnen und Snowboarder mit einem attraktiven Rahmenprogramm. Der Snowboard Cup der Internationalen Snowboard Federation in Leysin sei aus dem Weltcup nicht mehr wegzudenken, heisst es. Zehn unvergessliche Jahre seien vergangen und sieben unvergessliche Tage und Nächte sollen es vom 14. bis 21. Januar werden.

Pikant: Auf die Frage, ob es denn vor zehn Jahren einfach gewesen sei, einen Ort für einen solchen Anlass in der Schweiz zu finden, sagt Renaud de Watteville, Mitglied des Organisations-Komitees: "Nein, einfach war es beileibe nicht. Die ersten Kontakte waren eher kühl, um nicht zu sagen eiskalt. Man muss wissen, dass zu dieser Zeit zahlreiche Pisten, Skilifte oder Seilbahnen den Snowboardern den Zutritt untersagten!" Die Wintersport-Nation Schweiz vor zehn! Jahren.

Eine junge Sportart

Pia Alchenberger ist Projektleiterin "Snowboard" bei Swiss-Ski, dem ehemaligen Schweizer-Ski-Verband. Ihre Aufgabe ist es, den Breitensport zu fördern. Sie sagt, dass bei den jungen Leuten praktisch nur noch Snowboard "in" sei: "Schauen Sie in ein Schul-Skilager, dass eigentlich Snowboard-Lager heissen sollte, kaum noch jemand kommt da mit einem Paar Ski."

Verband ein eher rotes Tuch

Und weil die Sportart jung ist im wahrsten Sinn des Wortes, hat man in der Schweiz Mühe die Snowboarderinnen und Snowboarder in Verbandsstrukturen einzubetten. Das aber müsste man, denn die Strukturen wurden vom alpinen Skibereich geschaffen und da läuft ohne Skiclub nichts, auch nicht die Selektion für die Olympischen Spiele. Die dezentral geformte Schweiz lässt grüssen.

Pia Alchenberger: "Wir versuchen in der Abteilung Breitensport mit diversen Anlässen den Sport an die Leute zu bringen." Das tut man mit einer Snowboard-Trophy in elf Orten der Schweiz, wo man sich zeigt. "Swiss-Snowboard" (der Name ist intern nicht unbestritten) organisiert Familienrennen.

Auch bei der Swiss Snowboard Association, SSBA (Association tönt besser als Verband) kämpft man mit dem gleichen Unwillen der jungen Leute, die lieber "free" und "fun" den Hang hinunterzusnöben wollen, als an Mitglieder-Versammlungen um die Höhe der Beiträge feilschen oder gar Protokolle zu schreiben. Deshalb verstehen sich "Swiss Snowboard" und SSBA eher als Dienstleister, denn als Verband.

Es wird härter trainiert

Bleibt die Frage nach der Zukunft. Der Franken beginnt für die Spitzen-Fahrerinnen und -fahrer zu rollen. Die grossen Firmen haben die Sportart Snowboard als Werbefläche entdeckt. Der Aufwand in der nationalen und internationalen Spitze mitzuhalten wird aufwändiger werden. Der Kraftraum düfte vermehrt rufen.

Renaud de Watteville aber ist optimistisch: "Solange die Snowboarder ihre Wurzeln respektieren, wird eine gewisse emotionelle Philosophie und eine Empfindung vorhanden sein, welche sich für die Zukunft des Sportes vorteilhaft auswirken wird."

Urs Maurer, swissinfo

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