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Die Fünfte Schweiz unterstreicht ihr Recht auf Information

Vertreter der rund 600'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben sich am Samstag (31.03.)zur Frühjahrssession des Auslandschweizerrats in Bern versammelt. Es ging um die Öffnung gegenüber Europa, um die Zukunft der Schweizerschulen im Ausland sowie darum, wie die Schweizer im Ausland über das Geschehen in der Schweiz informiert werden sollten.

Die Auslandschweizerinnen und -schweizer bedauern, dass Schweizer Radio International (SRI) ab dem Jahr 2004 seine Kurzwellenprogramme einstellen und voll auf Internet setzen will. Eine Delegation aus Nigeria betonte, das Internet werde für viele Länder des Südens noch jahrelang kaum zugänglich sein.

Der Präsident der Auslandschweizer-Organisation (ASO), alt Nationalrat Georg Stucky, betonte die besondere Lage der Landsleute im Ausland. Die Auslandschweizerinnen und -schweizer könnten nicht auf die genau gleiche Art informiert werden wie die Leute im Inland.

Der Direktor von SRI, Nicolas Lombard, verteidigte die Neuausrichtung seines Unternehmens. Die Verbreitung via Kurzwelle sei kostenintensiv und veraltet. Die neue Strategie von SRI bedeute aber keinen Abbau, wie das einige der Delegierten behaupteten. Man setze den Akzent auf das Medium der Zukunft, das Internet.

Öffnung gegenüber Europa

Georg Stucky unterstrich im weiteren die Wichtigkeit des freien Personenverkehrs. In der Schweiz werde häufig vergessen, so Stucky, dass diese Freiheit nicht nur die Ausländer, sondern auch die Schweizer Bürger betreffe.

Zudem sei es schwierig zu sagen, ob eine Mehrheit der im Ausland lebenden Landsleute eine Öffnung der Schweiz befürworte. Die Abstimmung vom 4. März über die sofortige Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU habe gezeigt, dass die Meinungen geteilt seien.

Ersichtlich sei dies in zwei Kantonen, welche die Resultate der Fünften Schweiz separat registrierten: Im Kanton Waadt hätten 49 % der Auslandschweizer für die Initiative "Ja zu Europa" gestimmt, während das Mittel im Kanton bei 39 % Ja-Stimmen lag. In Genf hätten 55 % der Expatriierten "ja" gesagt.

Sorge um Schweizerschulen

Die 17 vom Bund anerkannten Schweizerschulen im Ausland seien auf Grund ihres qualitativ hoch stehenden Bildungsangebots markante, unersetzliche Eckpfeiler schweizerischer Präsenz in der Welt. 1998 habe der Bundesrat die Beibehaltung aller Schweizerschulen im Ausland beschlossen, doch die Subventionen seien auf ihrem tiefen Stand geblieben, hiess es seitens des ASR.

In einer am Samstag verabschiedeten Resolution wird eine Erhöhung des Budgetkredits 2002 gefordert. Weiter forderte ASO-Präsident Georg Stucky die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer auf, ihre politischen Rechte auszuüben.

Mariano Masserini und Agenturen


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