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Die Suche nach den Dinosauriern

Mitten im Hohen Atlas: Hier wird nach Dinosaurier-Spuren gesucht (swissinfo/SRI)

(swissinfo.ch)

Ein internationales Forschungs-Team mit Schweizer Beteiligung sucht in Marokko nach einzigartigen Dinosaurier-Spuren. Teil 1: Das Projekt.

Seit rund einem Jahr graben und forschen Schweizer Wissenschaftler innerhalb eines internationalen Teams am Fusse des Hohen Atlas nach Dinosaurier-Spuren. Das Gebiet ist bekannt für spektakuläre Funde, jedoch kaum erforscht.

Die Wissenschaftler - unter ihnen der Schweizer Geologe Michel Monbaron - hoffen, eine einzigartige Entdeckung gemacht, einen bis anhin noch unbekannten Typus eines Dinosauriers gefunden zu haben. Doch bis mit Sicherheit das Resultat bekannt gegeben werden kann, braucht es noch viel Zeit und intensive Forschung.

Erste spektakuläre Funde

Eine erste Phase ist allerdings schon abgeschlossen: Ein Teil der Dinosaurier-Funde konnte ausgegraben und sicher gestellt werden. swissinfo hat das Team vor Ort besucht und die Wissenschaftler bei ihrer ebenso minutiösen wie spannenden Arbeit beobachtet.

Die Fundstelle befindet sich mitten in Toundout, ein 40'000-Seelen-Städtchen, am Fusse des Hohen Atlas gelegen. Die Aufsicht hat ein "Kayed" inne, eine Art Gemeinde-Präsident, der alles beaufsichtigt und kontrolliert. Bei ihm mussten die Forscher auch vorstellig werden und um Erlaubnis für die Grabungen bitten. Neueste Ergebnisse, aber auch Besuche und jegliche Veränderungen müssen ihm berichtet werden.

Ideales Klima für Pflanzenfresser

Die Gegend ist trocken, Wüste und heisses Klima dominieren. Früher, vor rund 170 Mio. Jahren, herrschte hier tropisch-feuchtes Klima, erklärt der Schweizer Wissenschaftler Michel Monbaron. Die Vegetation war reichhaltig und fruchtbar, die Landschaft grün. Es waren ideale Lebensbedingungen für pflanzenfressende Dinosaurier.

Es ist somit nicht verwunderlich, dass es in Marokko zahlreiche Dinosaurier-Fundstellen, insbesondere aus der unteren Jurazeit, gibt.

Landablagerungen aus dieser Zeit sind weltweit sehr selten. Es war bekannt, dass Fundstellen solchen Typs im zentralen Hohen Atlas vorkommen, doch bis anhin fehlte eine moderne Untersuchung und Interpretation.

Mit der Hilfe und der aktiven Beteiligung der Schweiz - vor allem von Michel Monbaron, Professor an der Universität Freiburg und von Christian A. Meyer vom Naturhistorischen Museum Basel - wird nun gegraben, untersucht und alles wissenschaftlich exakt beschrieben.

Gründung eines Geoparks

Das Projekt basiert auf einer Forschungs-Konvention zwischen Marokko und verschiedenen - unter anderem den beiden schweizerischen - wissenschaftlichen Institutionen. Geleitet wird die Expedition von Philippe Taquet vom Musée National d'Histoire Naturelle Paris.

Unterstützt werden die ausländischen Experten zudem von heimischen Fachkräften des Naturhistorischen Museums von Rabat und des Ministère de l'Energie et des Mines du Maroc.

Marokko hat erst vor wenigen Jahren - dank des Fundes eines vollständigen Dinosaurier-Skelettes durch den Schweizer Wissenschaftler Michel Monbaron - seinen paläontologischen Reichtum entdeckt. Seither wird allerdings die Dinosaurier-Forschung vorangetrieben - mit dem Ziel, am Ende einen touristisch attraktiven Geopark in der Region zu erstellen.

Er soll direkt an Fundstellen erreichtet werden und in Zusammenarbeit mit der UNESCO entstehen.

Teil 2: Von Marrakesch nach Toundout - Auf dem Weg zur Dinosaurier-Fundstelle

Carole Gürtler, Marrakesch


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