Dignitas lebt von Sterbetourismus

Die Sterbehilfe-Organisation Dignitas hat im letzten Jahr 141 Menschen in den Tod begleitet. 85% davon waren Ausländer.

Dieser Inhalt wurde am 27. Mai 2008 - 12:14 publiziert

Mehr als die Hälfte kam aus Deutschland, sagte der Chef der Sterbehilfe-Organisation Exit, Ludwig A. Minelli in einem am Dienstag in der Westschweizer Tageszeitung "Le Matin" publizierten Interview. Auch aus England und Frankreich reisten viele Sterbewillige an.

Von 100 Personen, bei denen Dignitas zur Sterbebegleitung bereit ist, gehen 12 in den Tod, sagte Minelli. 70 melden sich nicht wieder, und 18 wollen zuwarten.

In Bezug auf das von Dignitas verwendete Helium sagte Minelli: "Durch die Einnahme des Gases leidet die Person nicht, auch wenn die im Koma liegende Person noch körperliche Reflexe zeigt."

Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren führte Dignitas 868 Sterbebegleitungen durch.

Exit, die andere Schweizer Sterbeorganisation, hat 2007 insgesamt 245 Menschen in den Tod begleitet. Es handelte sich dabei um Schweizer oder um Ausländer, die in der Schweiz wohnen.

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