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Durchzogene Zwischenbilanz

Felipe Massa (links) und Nick Heidfeld im Kinderspital in Montreal.

(Sauber-Petronas)

Bald Halbzeit in der Formel 1. Das Schweizer Formel 1-Team Sauber Petronas kämpft um Platz 4 in der Konstrukteuren-Wertung. Doch Renault scheint zu stark.

"Wir haben in der nächsten Woche einen hohen Besuch, deshalb kann heute wirklich niemand mit Ihnen sprechen", sagte die Telefonistin bei Sauber Motorsport in Hinwil im Zürcher Oberland, dem Hauptsitz der Sauber Rennstalls. "Sie haben einen aussergewöhnlichen Tag erwischt, was wollen Sie denn?"

Nachfragen, was denn in der High-Tech-Fabrik so läuft, während die Renncrew den Grossen Preis von Kanda in Montreal vom Wochenende in Angriff nimmt. Werden Crash-Autos geflickt, wird bereits das Auto der kommenden Saison zusammengestellt? "Wir machen viele Dinge", so die leicht gereizte Antwort der Empfangsdame in Hinwil.

Renault vor Sauber

Bekommt man da nicht die gespannte Stimmung im Hause Sauber Petronas zu spüren, nachdem die Resultate bislang nicht ganz den Erwartungen entsprachen, welche mittlerweile an das Sauber-Team gestellt werden.

"Platz vier in der Konstrukteuren-Wertung. Das Ergebnis von 2001 wollen wir verteidigen", sagte Teamchef Peter Sauber zu Beginn der Saison. Und jetzt bei Halbzeit, vor dem Grossen Preis von Kanada, dem Rennen Nummer 7 (von insgesamt 17 Rennen), liegt das Sauber-Team auf Platz 5 mit acht WM-Punkten.

Den angestrebten vierten Platz belegt Renault. Der französische Automobilkonzern mit grosser Formel 1- Vergangenheit hat schon 11 Punkte auf dem Konto und im Moment schaut es eher danach aus, dass die Renaults den Sauber-Boliden überlegen sind. So wird man versuchen, die nächstplatzierten Jordan Honda (5 Punkte) und Jaguar Cosworth (3 Punkte) in Schach zu halten. Die Top-Teams Ferrari, Williams-BMW und McLaren-Mercedes sind (auch finanziell) ausser Reichweite.

Bremsen und Spritverbrauch

Für Willy Rampf, dem Technischen Direktor von Sauber Petronas, ist die Abstimmung des Autos für den Grossen Preis von Kanada eine echte Herausforderung.

"Einige Streckenteile des Circuit Gilles Villeneuve auf der Ile de Notre Dame sind sehr schnell", sagt Rampf. Die Kurven jedoch seien langsam bis mittelschnell und würden deshalb mehr Abtrieb und eine ausgezeichnete Traktion verlangen. Zudem würde Montreal von allen Kursen die Bremsen am stärksten beanspruchen.

Dazu sei der Spritverbrauch sehr hoch. Das ständige starke Heraufbeschleunigen aus den langsamen Kurven brauche viel Treibstoff. "Das muss man bei der Rennstrategie berücksichtigen." Rampfs Aussagen deuten auf eine Dreistopp-Strategie hin.

Die Mischung aus schnellen und langsameren Streckenteilen behagt dem Sauber-Piloten Nick Heidfeld. "Ich mag die Stadt, das Land und bin für das kommende Wochenende optimistisch", lässt Heidfeld verlauten. Auch die Nummer 2 im Sauber Rennstall, Felipe Massa, findet, der Sauber sei auf solchen Strecken konkurrenzfähiger als in Monaco. "Ich freue mich auf das Rennen."

Öffentlichkeitsarbeit

Bevor die Formel 1-Stars in ihren Boliden Platz nehmen, heisst es sich in der Öffentlichkeit zeigen. Heidfeld und Massa waren im Sainte Justine Children's Hospital in Montreal. Dort besuchten sie kranke Kinder, und die waren begeistert, plötzlich mit echten "Rennfahrern" am Krankenbett zu sprechen.

Die beiden Sauber Piloten griffen anschliessend zum Golfschläger und eröffneten das spitaleigene Wohltätigkeits-Turnier: The Charitiy golf turnament for the Sainte Justine Children's hospital.

Der grosse Preis von Kanada hat seinen ersten Höhepunkt am Samstag: Zwischen 13.00 und 14.00 Uhr (Lokalzeit) findet die Qualifikation statt.

Urs Maurer

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