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Ein Versprechen als Abschiedsgeschenk für Deiss

Bundesrat Joseph Deiss mit der malaysischen Handels- und Industrieministerin Rafidah Aziz.

(Keystone)

Auf seiner letzten offiziellen Wirtschaftsmission hat Bundesrat Joseph Deiss von Malaysia die Zusage bekommen, die Möglichkeiten eines Abkommens mit der Europäischen Freihandelszone (EFTA) zu prüfen.

An der Spitze einer Schweizer Wirtschaftsdelegation hat Deiss am Samstag einen viertätigen Besuch in Malaysia abgeschlossen.

Bundesrat Joseph Deiss hat am Wochenende in Malaysia seine letzte offizielle Wirtschaftsmission beendet. Bei Gesprächen mit Regierungsvertretern warb Deiss vorab für ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Freihandelszone (EFTA).

Dieses Anliegen stiess bei der malaysischen Regierung auf offene Ohren. Den Stein ins Rollen brachte ein Treffen mit der malaysischen Handels- und Industrieministerin Rafidah Aziz. Sie hat seit 1987 diesen Posten inne und ist damit die amtsälteste Wirtschaftsministerin weltweit.

"Konkrete Verhandlungen könnten bereits im kommenden Jahr beginnen", sagte Bundesrat Deiss am Wochenende. Zunächst wird bis Ende Jahr auf beiden Seiten eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Die Schweiz hat derzeit den Vorsitz der EFTA (Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein).

Mehr Direktflüge

Ein Anliegen der mitgereisten Wirtschaftsdelegation galt den Direktflügen von Zürich nach Kuala Lumpur. Derzeit fliegt die Swiss zusammen mit Air Malaysia die Hauptstadt Kuala Lumpur von Zürich aus dreimal wöchentlich an.

"Gibt es zuwenig Direktverbindungen, gehen schnell Geschäfte verloren", bringt es Kurt Meier von Swissmem auf den Punkt. Denn die Investoren weichen dann rasch auf andere Länder in der Region aus. "Ideal wären fünf direkte Verbindungen pro Woche", sagte Deiss.

Bei verschiedenen Anlässen betonte Deiss die ausgesprochen guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern. "Malaysia ist ein sehr innovatives und spannendes Land und birgt viel Potenzial", betonte der Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD).

Der südostasiatische Staat gehört mit einem Handelsvolumen von rund 800 Mio. Franken hinter Singapur und Thailand zum drittwichtigsten Handelspartner in der Region. Die Direktinvestitionen in die malaysische Wirtschaft betragen rund 1,3 Mrd. Franken pro Jahr.

Gute Schweizer Präsenz

Derzeit haben gut 120 Schweizer Unternehmen in Malaysia Fuss gefasst und beschäftigen rund 20'000 Angestellte. Zu den grössten und aktivsten zählen ABB, Novartis, Roche, Haco oder Holcim. Gravierende Probleme für die Schweizer Konzerne in Malaysia gibt es gemäss Wirtschaftsvertretern kaum.

Für die zwei grössten Investitionen im Schweizer Lager sorgten im vergangenen Jahr die Firmen Ciba Vision und Haco. Die Novartis-Tochter Ciba Vision baut derzeit für 180 Mio. Franken eine Fabrik zur Produktion von Kontaktlinsen. Haco baute für 40 Mio. Franken eine neue Fabrik, in der seit Januar Pulverkaffee produziert wird.

Deiss weilte vier Tage an der Spitze einer gemischten Wirtschaftsdelegation in Malaysia. Neben Kuala Lumpur besuchte die Delegation auch Unternehmen in Penang, der zweitwichtigsten Industrieregion des Landes.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Malaysier kennen die Schweiz vor allem als Land des Formel-1-Teams Sauber-Petronas, an dem die nationale malaysische Erdölgesellschaft Hauptsponsor war.

Rund 20'000 Malaysier arbeiten für eine der 120 Unternehmungen, welche Schweizer Firmen allein oder mit lokalen Partnern zusammen betreiben. Darunter ABB, Novrtis, Roche, Rieter, Ciba Vision.

Die Schweiz gehört in Malaysia zu den 10 wichtigsten Herkunftsländern ausländischer Direktinvestitionen.

Die Wirtschaft Malaysias, die sich früher auf Kautschuk- und Zinnexporte konzentrierte, hat sich inzwischen der Elektronik und dem Computerzubehör zugewandt.

Malaysia ist kein Billiglohnland, aber wegen der guten Infrastruktur, der gut ausgebildeten Arbeitskräfte und der relativ stabilen politischen Lage ein idealer Produktionsstandort.

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