Entwicklungs- und Umweltorganisationen verlangen neue Spielregeln für WEF Davos

Die beiden Entwicklungs- und Umweltorganisationen Erklärung von Bern (EvB) und Pro Natura verlangen eine Öffnung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Sie haben dazu ein langfristiges Projekt unter dem Namen “The Public Eye on Davos” lanciert.

Dieser Inhalt wurde am 11. Januar 2000 - 12:13 publiziert

Die beiden Entwicklungs- und Umweltorganisationen Erklärung von Bern (EvB) und Pro Natura verlangen eine Öffnung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Sie haben dazu ein langfristiges Projekt unter dem Namen “The Public Eye on Davos” lanciert, wie es am Dienstag (11.01.) an einer Pressekonferenz in Bern hiess.

Mit dem Projekt, über dessen Inhalt auch die Leitung des Weltwirtschaftsforums informiert wurde, sollen neue Spielregeln für das alljährliche Gipfeltreffen der weltweit führenden Politiker und Wirtschaftsvertreter etabliert werden. Damit soll das Davoser Forum zu einem offenen Forum werden, wo öffentliche Angelegenheiten auch öffentlich diskutiert werden, wie Vertreterinnen und Vertreter der beiden Organisationen erklärten.

Gerade das Scheitern des Multilateralen Investitionsabkommens (MAI) und der Millenniumsrunde der WTO in Seattle habe gezeigt, dass der bisher verfolgte Ansatz des Forums von der Öffentlichkeit nicht mehr akzeptiert werde. Nach Darstellung der EvB und von Pro Natura begünstigt der elitäre Ansatz des Weltwirtschaftsforums eine Politik, die den Graben zwischen Arm und Reich vertieft, den demokratischen Spielraum schmälert und die Umwelt zerstört. Das Forum müsse deshalb in Zukunft breiter abgestützt werden und alle sozialen Sektoren in die Diskussionen integrieren. Zudem müssten auch alle in Davos vertretenen Medienschaffenden zu allen Gesprächsrunden zugelassen werden. Wolle das Forum hingegen an seiner Exklusivität festhalten, so müsse es wieder zu einem Forum für Manager werden, verlangen die Erklärung von Bern und Pro Natura weiter.

Das diesjährige Davoser Weltwirtschaftsforum findet vom 27. Januar bis am 1. Febraur statt. Es steht unter dem Motto “New Beginnings - Making a Difference” und umfasst weit über 300 Sitzungen. Unter den rund 2’000 erwarteten Teilnehmern befindet sich auch der amerikanische Präsident Bill Clinton.

SRI und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen