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Erwerbslosen-Quote auf Rekordtief

Die Erwerbslosigkeit geht weiter zurück. Im zweiten Quartal 2000 suchten in der Schweiz noch 106'000 Personen eine Stelle, so wenig wie seit neun Jahren nicht mehr. Besonders stark ging die Erwerbslosigkeit in der lateinischen Schweiz zurück.

Dieser Inhalt wurde am 22. September 2000 - 14:58 publiziert

Im letzten Quartal nahm die Erwerbslosigkeit innert Jahresfrist von 3,1 auf 2,7 Prozent ab. Dies war den am Freitag (22.09.2000) publizierten provisorischen Resultaten der Schweizerischen Arbeitskräfte-Erhebung (SAKE) zu entnehmen. Bei den Männern reduzierte sich die Erwerbslosigkeit von 2,7 auf 2,3 Prozent, bei den Frauen von 3,5 auf 3,1 Prozent.

In der lateinischen Schweiz fiel der Rückgang mit 18 Prozent stärker aus als in der deutschen Schweiz, wo er zehn Prozent betrug. In der Romandie und im Tessin liegt die Erwerbslosenquote nun bei 3,4 Prozent gegenüber 4,1 Prozent im 2. Quartal des letzten Jahres. In der Deutsch-Schweiz ging sie von 2,6 auf 2,4 Prozent zurück.

Akademiker profitieren, Ungelernte schwach

Besonders Personen mit Universitäts-Abschluss oder vergleichbarer Ausbildung profitierten von der besseren Konjunkturlage, schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS): Das Risiko von Akademikerinnen und Akademikern erwerbslos zu werden, liegt noch bei 1,4 Prozent, gegenüber 1,9 Prozent vor einem Jahr.

Personen mit einer Berufslehre müssen sich auf eine Erwerbslosen-Quote von 2,3 Prozent einstellen. Die Quote sank gesamtschweizerisch um einen Zehntel von 2,6 auf 2,3 Prozent. Am wenigsten profitierten Ungelernte: In diesem Bereich sank die Quote um lediglich neun Prozent und liegt damit bei 4,8 Prozent gegenüber 5,3 Prozent im Vergleichs-Quartal.

Über 54 Jahre und Frauen kritisch

Während sich das Erwerbslosenrisiko in den Altersklassen bis 54 Jahre reduziert hat, war im Bereich bis zum Rentenalter eine Verschlechterung zu verzeichnen: Die Erwerbslosenquote erhöhte sich innert Jahresfrist von 2,6 auf 2,8 Prozent. Wie dieser Anstieg trotz Wirtschaftsaufschwung erklärt werden könne, müsse noch vertieft untersucht werden, schreibt das BFS.

Von fünf erwerbslosen Frauen würden sich nur zwei bei einer Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) anmelden. Über alles rechnet das SAKE mit 59'100 Erwerbslosen, die nicht als Arbeitslose registriert sind. Das ist über die Hälfte aller Erwerbslosen. Diese Zahl reagiere kaum auf konjunkturelle Veränderungen.

swissinfo und Agenturen

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