FC Basel: Mission impossible?

Basel-Trainer Gross leidet nicht nur unter schlechten Leistungen seiner Spieler sondern auch unter verletzungsbedingten Abwesenheiten. Keystone Archive

Der FC Basel versucht, sich am Dienstag (21.08.) beim UIC-Final-Rückspiel gegen Aston Villa zum zweiten Mal in Folge für den UEFA-Cup zu qualifizieren. Nach dem enttäuschenden 1:1 im Hinspiel ist die Ausgangslage für die Basler allerdings nicht sehr viel versprechend.

Dieser Inhalt wurde am 20. August 2001 - 23:05 publiziert

Basel, das in der Meisterschaft noch kein Auswärtsspiel gewonnen hat, muss im Villa Park von Birmingham siegen oder bei einem Unentschieden mindestens zwei Tore erzielen: Eine hohe Hürde für die Mannschaft von Trainer Gross, die zuletzt in Aarau eine spielerisch schwache Darbietung gezeigt hat.

Kopfzerbrechen bereiten Gross indes nicht nur das schwache Rendement auf fremden Plätzen, sondern auch die diversen Verletzungen seines Personals. Ceccaroni und Cantaluppi sind schon längere Zeit verletzt, in Aarau fehlte zudem Ergic. Der Australier war bisher im Mittelfeld der beste Akteur der Basler und mit drei Toren auch der Topskorer der Equipe.

Immerhin: Yakin wird wohl spielen

Der Einsatz von Ergic ist ungewiss, dafür dürfte Murat Yakin dabei sein. "Die Verletzung, die er sich in Aarau zuzog, ist nicht gravierend. Es ist kein Sehnenriss, sondern lediglich ein Bluterguss. Ich gehe davon aus, dass Murat spielen kann", sagte Gross.

Schwierig macht die Aufgabe der Basler auch der Umstand, dass Aston Villa wohl in besserer Verfassung sein wird als im Hinspiel. Damals war die Equipe von Trainer John Gregory noch mitten in der Vorbereitung.

Dennoch ist Gross optimistisch: "Aston Villa wird versuchen, die Partie schnell zu entscheiden. Wenn es lange unentschieden steht, werden sie wohl ungeduldig, und das wir uns Chancen eröffnen."

Aston Villa defensiv stark

Aston Villa hat seine Stärken in der Defensive mit dem türkischen Internationalen Alpay und dem dänischen Torhüter Schmeichel. Beim Premier-League-Start gegen Tottenham Hotspur (0:0) überstand der Meistercup-Sieger von 1982 die 45 Minuten andauernde Druckperiode der Londoner ohne Gegentor. Eine überragende Leistung bot dabei Schmeichel, der in Basel noch gefehlt hatte.

Offensiv dagegen zeigte Aston Villa nicht viel. Ohne Dion Dublin, in der letzten Saison mit acht Toren der Topskorer der Mannschaft, war das Team aus der Industriestadt in den Midlands lange Zeit harmlos. Erst nach der Einwechslung der Mittelfeldstars Ginola und Hadji (Mar) wurde Aston Villa gefährlicher.

Ob die beiden gegen Basel von Beginn an spielen werden, ist jedoch wenig wahrscheinlich. Vor allem Ginola kam in den letzten Monaten kaum zu Einsätzen über die gesamte Spielzeit. In der vergangenen Saison schoss der Franzose, der einst unter Christian Gross auch bei Tottenham engagiert gewesen war, lediglich drei Tore. Zudem legte er sich wiederholt mit Gregory an, weil dieser ihn wegen angeblichen Übergewichts kritisiert hatte.

swissinfo und Stefan Wyss (Si)

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