Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

FCZ: Traum von Champions League ist ausgeträumt

Kein Durchkommen für Zürichs Keita (links) gegen den Salzburger Linke.

(Keystone)

Salzburg war am Mittwoch bereits Endstation für den FC Zürich. Nach der 2:0-Niederlage in Österreich verpasste das Team von Lucien Favre die lukrative Champions League.

Das Aus für den Schweizer Meister kam damit in der 2. Runde der Qualifikation. Den Zürchern nützte auch der 2:1-Heimsieg nichts.

Der FC Zürich muss sich den Vorwurf gefallen lassen, mehr an sich als einer starken Equipe aus Salzburg gescheitert zu sein.

Das Team von Giovanni Trapattoni nutzte die Fehler der Zürcher Abwehr in beiden Spielen konsequent aus: Im Hinspiel hatte Johan Vonlanthen ein Missverständnis zwischen Torhüter Johnny Leoni und Marc Schneider ausgenutzt; im Rückspiel trafen Christian Tiffert (39.) und Alexander Zickler (56.) nach einem kollektiven Deckungsfehler resp. einem individuellen Fehler Blerim Dzemailis.

Penalty zum 2:0

Dzemaili wurde zehn Minuten nach dem Seitenwechsel zur unglücklichen Figur im Spiel der Zürcher, nachdem der Schweizer Internationale schon vor dem 0:1 keine gute Figur gemacht hatte.

Der 20-jährige Mittelfeldspieler verstolperte am eigenen Strafraum einen Ball und stolperte beim Versuch, diesen zurückzuerobern, in die Beine von Alexander Zickler. Der frühere Bayern-Profi nahm die Offerte von Dzemaili doppelt an: Er fiel und verwandelte den verhängten Foulpenalty sicher zum 2:0.

"Das darf nicht einmal einem 15-Jährigen passieren", sagte Dzemaili am Tag danach.

Lucien Favre beorderte zwar stufenweise weitere Angreifer aufs Feld; doch auch Alexandre Alphonse, Kressimir Stanic und Christian Pouga, der zu seinem Debüt mit dem FCZ kam, erzielten den mindestens zur Verlängerung nötigen Treffer nicht.

Beste Chance vertan

Die beste Chance vergab Alhassane Keita elf Minuten vor dem Ende nach einem idealen Zuspiel Raffaels. Der guineische Angreifer - offenbar vom zu Recht ausgebliebenen Offsidepfiff noch überraschter als die Salzburger Abwehrspieler - lupfte den Ball aus 16 Metern knapp am Tor vorbei statt ihn in die tiefe Ecke zu schieben.

Am Ende standen jedoch die Salzburger dem dritten Treffer näher als die Stadtzürcher dem Anschlusstreffer. Der eingewechselte Karel Pitak und Zickler scheiterten nach Keitas Grosschance nur knapp an den sich noch im Dreierverbund verteidigenden Leoni, Tihinen und von Bergen.

Dagegen geriet der Salburgs Timo Ochs nur noch einmal in Bedrängnis, als nach einem scharfen Pass vor sein Tor Alphonse noch in den Keeper rutschte, den Ball aber nicht über die Linie bugsieren konnte.

Fatales 1:0

Das Unheil für den FCZ hatte kurz vor der Pause seinen Lauf genommen: Nach einem Ballverlust des FCZ auf der rechten Seite stand Tiffert in der Mitte so lange frei, bis die Flanke von Patrik Jezek den Deutschen erreichte und der noch immer unbedrängt zur zu diesem Zeitpunkt eher glücklichen Führung einschieben konnte.

Gleich vier Zürcher hatten sich in dieser Situation auf Jezek konzentriert, während sich einzig Steve von Bergen um die in der Mitte lauernden Zickler und Tiffert kümmerte.

Dabei hatte sich der FCZ gut vom druckvollen Beginn der Gastgeber erholt und sich gute Chance zur eigenen Führung erspielt. Doch Raffaels Schüsse fehlte es der nötigen Präzision und Keita und Dzemaili scheiterten in kurzer Folge am ausgezeichnet reagierenden Ochs.

Unpräzise Zuspiele

Allerdings suchte der FCZ wie schon im Hinspiel sein Glück zu oft im Kleinkleinspiel und durchs Zentrum, wo sich in der routinierten Abwehr der Salzburger kaum Lücken fanden. Ausserdem verzieh der schnelle Kunstrasen keine unpräzisen Zuspiele, wie sie den FCZ-Akteuren zu häufig unterliefen.

Augenfällig war indes weniger die stereotype Angriffsweise des FCZ, sondern die Anfälligkeit in der Defensive, die in der Meisterschaft gegen allerdings nicht gerade starke Gegnerschaft noch keinen Treffer zugelassen hat.

So kam es, dass nun Salzburg und nicht der FC Zürich gegen den starken spanischen Qualifikanten Valencia um den definitiven Einzug in die lukrative Champions League spielt.

swissinfo und Sascha Rhyner (Si), Salzburg

In Kürze

Der FC Zürich wurde 1896 gegründet und ist einer der traditionsreichen Schweizer Fussballvereine.

In der vergangenen Saison wurde der FC Zürich zum zehnten Mal Schweizer Meister und war für die Qualifikation zur Champions League berechtigt.

Seit es die Champions League in dieser Form gibt, konnten sich nur drei Schweizer Meister für den Europäischen Wettbewerb qualifizieren: Grasshoppers Zürich, Basel und im vergangenen Jahr Thun.

Infobox Ende

Fakten

Heimspiel: FC Zürich – Salzburg 2:1
Rückspiel: Salzburg – Zürich 2:0
Der FC Zürich ist mit 2:3 Toren ausgeschieden.

Infobox Ende


Links

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

×