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Formel 1: Coulthard siegt

Coulthard küsst seine Trophäe, umrahmt von Fürst Rainer und Prinzessin Caroline von Monaco.

(Keystone Archive)

Im siebenten Grand Prix der Saison ist erstmals keiner der Schumacher-Brüder als Sieger abgewinkt worden. Das Sauber-Team ist mit dem Wochenende unzufrieden.

David Coulthard überholte mit dem McLaren-Mercedes auf den ersten Metern in Monaco den Pole-Position-Inhaber Juan Montoya und gab die Führung während des gesamten Rennens nicht mehr ab.

Nach 78 Runden erreichte der 31-jährige Schotte das Ziel mit etwas mehr als einer Sekunde Vorsprung vor dem älteren Schumacher im Ferrari. Schumi II, der wegen eines Reifendefekts am Williams-BMW nach der 65. Runde einen zweiten Boxenstopp einlegen musste, vermochte sich gerade noch der Überrundung durch das Spitzen-Duo zu entziehen.

Sauber: Nicht zufrieden

Das Sauber-Team verbrachte ein insgesamt unbefriedigendes Wochenende an der Côte d'Azur. Die Wagen liessen im Training wie auch im Rennen viele Wünsche offen.

So kam denn Nick Heidfeld nicht über den 8. Rang hinaus, obschon etliche vor ihm liegende Fahrer ausgeschieden waren. Für Felipe Massa endete ein zwischenfall-reicher Auftritt zu Beginn der 64. Runde in einem Reifenstapel.

Heidfeld war selten in der Lage, das Tempo seiner Gegner mitzuhalten. "Die Reifen verschlissen rascher als erwartet, so dass wir sie schon nach 44 Runden wechseln mussten", rapportierte der Deutsche. "Das Auto benahm sich nervös. Grip und Traktion waren mangelhaft. In langsamen Kurven litt ich unter Untersteuern, in schnellen unter Übersteuern. Mir war bald einmal klar, dass es nur noch darum gehen konnte, wenigstens das Ziel zu erreichen."

Glück im Unglück für Massa

Massa bezeichnete seinen ersten Grand Prix in Monaco als "ziemlich aufregendes Erlebnis", nicht nur wegen des heftig übersteuernden Wagens. Zu Beginn der 28. Runde rammte der Brasilianer am Ende der Zielgeraden Kampf im Kampf um Platz 9 seinen Landsmann Bernoldi von hinten. Beide setzten die Fahrt fort. Dem Sauber-Petronas musste allerdings eine neue Nase verpasst werden, wodurch Massa auf Platz 18 zurückfiel. Hernach wurde er als Verursacher der Kollision noch mit einem Zehn-Sekunden-Strafstopp belegt.

Den Unfall bei Ste-Dévote schilderte Massa so: "Als ich die Rechtskurve anbremsen wollte, blockierten die Räder. Einlenken war damit nicht mehr möglich, und so stiess ich frontal in den Reifenwall im Notausgang." Der Aufprall erfolgte mit fast 150 km/h.

Massa hatte Glück im Unglück. Er entstieg dem Wagen zwar leicht benommen, verspürte jedoch keine Schmerzen ausser an der Nase, die am Lenkrad angeschlagen hatte. Er sei in der Lage, am Dienstag in Silverstone wie vorgesehen mit den Testfahrten zu beginnen, sagte Massa. Nick Heidfeld kommt in England am Donnerstag zum Einsatz.

Spannung bis zuletzt

Drei Zweikämpfe belebten das ohnehin bewegte Rennen bis zuletzt. Schumacher machte Coulthard den Sieg streitig, Giancarlo Fisichella behelligte den auf Platz 4 fahrenden Jarno Trulli aufs Schärfste, und Barrichello verpasste im Duell mit Heinz-Harald Frentzen einen WM-Punkt ebenfalls nur um eine halbe Sekunde.

Von den 22 Formel-1-Fahrer bleibt Michael Schumacher nach Montoyas Ausscheiden der einzige, der alle diesjährigen Grands Prix beendete. Olivier Panis hatte derweil seinen siebenten Ausfall zu beklagen. Anderseits erreichte Enrique Bernoldi zum ersten Mal das Ziel, wenn auch mit zwei Runden Rückstand und als Letzter.

Im WM- Zwischenklassement führt Michael Schumacher mit 60 Punkten vor seinem Bruder und Montoya (je 27) sowie Coulthard (20). Die Situation des Ferrari-Fahrers nimmt sich also trotz der zweiten Saison-Niederlage leicht besser aus als zuvor.

swissinfo und Agenturen

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