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Forscher entziffern Erbgut von Reis

Die Reis-Genom-Information kann für Entwicklungsländer, wo Reis ein lebenswichtiges Nahrungsmittel ist, möglicherweise zu besseren Ernten führen.

(swissinfo.ch)

Forscher des Basler Agronomiekonzerns Syngenta haben das Genom von Reis entschlüsselt. Dies ist das erste Getreide, bei dem die Bausteinfolge praktisch aller Gene dargestellt werden konnte. Nun werden die Funktionen der Genteile einzeln analysiert.

Syngenta wertet die Entschlüsselung des Reis-Genoms als "bahnbrechende Entdeckung". Das Genom ist die im Chromosomensatz vorhandene Erbanlage. Sie könnte "zur Verbesserung von Getreidesorten führen".

Reis sei ein Modell für andere Getreidearten, teilte Syngenta am Freitag (26.01.) mit. Im Auge hat der Konzern Weizen, Mais und Gerste. Dargestellt wurden vorerst die DNA-Sequenzen praktisch aller Gene.

Getreide im Genlabor umbauen

Derzeit wird eine Analyse von Genaktivität und -funktion und der daraus resultierenden Proteine erstellt. Der akademisch-wissenschaftlichen Öffentlichkeit sollen die Informationen mit Zusammenarbeits-Vereinbarungen zugänglich gemacht werden.

Syngenta will die Reis-Genom-Informationen für "neue, innovative und kommerzielle Anwendungen in der Agrarindustrie" verwenden. Neue Getreidesorten sollen nahrhafter, ertragreicher und einfacher zu verarbeiten sein. Auch der Schutz vor Krankheiten und Schädlingen solle verbesssert werden.

In Entwicklungsländern, wo Reis ein lebenswichtiges Nahrungsmittel ist, will Syngenta zusammen mit lokalen Forschern nach der besten Nutzung für die Informationen suchen. Eigenbedarf-Bauern will Syngenta zu besseren Ernten verhelfen, ohne dafür Patentgebühren zu verlangen.

Durchbruch in den USA

Die Entschlüsselung gelang im "Torrey Mesa Research Institute" (TMRI) in Kalifornien, dem Genom-Forschungszentrum von Syngenta. Das früher zu Novartis gehörende TMRI habe dabei mit der Firma Myriad Genetics Inc. und der Clemson Universität zusammen gearbeitet.

Syngenta ist im November 2000 aus der Fusion der ausgegliederten Agro-Bereiche von Novartis und Zeneca entstanden. Der Konzern setzt mit derzeit weltweit über 20 000 Angestellten rund 11,5 Mrd. Fr. (pro forma 1999) im Jahr um.

Erst im Dezember ist einem internationalen Forscherteam gelungen, erstmals ein Erbgut einer Pflanze , der AkcerSchmalwans, zu entziffern.

swissinfo und Agenturen


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