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Freisinnige für Bildungsreformen

Zieht nach seinem ersten Amtsjahr eine positive Bilanz: Präsident Pelli.

(Keystone)

Einschulung schon ab dem 4. Altersjahr und zurück zur Leistungskultur auf allen Schulstufen. Das fordert die Freisinnige Partei der Schweiz in einem Reformpapier.

Die Delegiertenversammlung in Glarus hat sich am Wochenende auch für eine möglichst frühe Sprachenförderung ausgesprochen.

Das Ja zum neuen Bildungsartikel über den das Schweizer Stimmvolk am 21.Mai abstimmt, sei zwar eine wichtige Voraussetzung für ein exzellentes Bildungswesen, doch reiche es bei weitem nicht aus, um die Qualität der Schulbildung zu verbessern, sagte Dora Andres.

Zurück zur Benotung

Andres, Regierungsrätin im Kanton Bern und Verantwortliche für das bildungspolitische Dossier "intelligente Schweiz", präsentierte ein Bündel von Vorschlägen, die sich an der Chancengleichheit orientieren, aber zurück zur Leistungskultur wollen.

Das freisinnige Grundsatzpapier zur Schulreform sieht eine landesweit vereinheitlichte Einschulung bereits ab dem 4. statt dem 5. Altersjahr und die Wiedereinführung der Benotung auf allen Schulstufen vor.

Die Delegierten hiessen das Reformprojekt einstimmig gut. Parteipräsident Fulvio Pelli nannte Wissen den "Treibstoff unserer Gesellschaft" und betonte, die FDP wolle die Bildungspolitik verändern.

Sprachenvielfalt

Beim Fremdsprachenunterricht einigte sich die Partei auf die Dreisprachigkeit - zwei Landessprachen und eine Fremdsprache - am Ende der obligatorischen Schulzeit. Mit der ersten Fremdsprache solle so früh wie möglich begonnen werden.

Auf Stufe der Matura wünscht sich die FDP ein schweizweit einheitliches Niveau und die freie Wahl öffentlicher Gymnasien, um den Wettbewerb zu beleben.

Mit grosser Mehrheit beschloss die Partei ausserdem, das Projekt einer Stiftung "Forschung Schweiz" weiter zu verfolgen. Eine solche Stiftung solle Land und Infrastruktur für Bildungs- und Forschungszwecke anbieten. Der Bund müsse geeignete Standorte zur Verfügung stellen, etwa den ehemaligen Militärflughafen Dübendorf.

Rückendeckung für Masoni

Die teilweise entmachtete Tessiner FDP-Finanzdirektorin Marina Masoni war nur am Rande der Versammlung ein Thema. Sie bleibe vorläufig Vizepräsidentin der FDP Schweiz. Es sei nichts vorgefallen, das ihr Amt als Vizepräsidentin in Frage stelle, sagte der Glarner Ständerat Fritz Schiesser. Die FDP Schweiz beobachte aufmerksam, wie es weitergehe und werde dann weiterschauen.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Freisinnig-Demokratische Partei ist zusammen mit der Christ-Demokratischen Partei, den Sozial-Demokraten und der Schweizerischen Volkspartei an der Landesregierung beteiligt.

Die FDP hat ihre Wurzeln in der liberalen Bewegung des beginnenden 19. Jahrhunderts.

Seit 1979 verliert die FDP fortlaufend Wähleranteile, sowohl auf Bundes-, kantonaler wie auch Gemeindeebene.

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