Fussball: Wicky wechselt zum Hamburger SV

Raphaël Wicky glaubt an die Chancen seines neuen Vereins. Keystone Archive

Der Schweizer Raphaël Wicky (24), bei Atletico Madrid in dieser Saison ohne Spielpraxis, wechselt ablösefrei bis Saisonende nach Hamburg.

Dieser Inhalt wurde am 06. Dezember 2001 - 15:41 publiziert

Am Mittwoch flog Wicky in die Hansestadt, um sich dem medizinischen Test zu unterziehen, am Donnerstagmittag war der Transfer bereits unter Dach und Fach. Wann genau der Walliser die Freigabe für den HSV - bei welchem er schon im Sommer im Gespräch war - bekommt, ist noch unklar. Am Samstag im Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund ist er sicher noch nicht dabei.

Wickys Engagement dauert zunächst bis zum Ende der Saison, über eine Vertragsverlängerung bis 30. Juni 2005 soll im März nächsten Jahres verhandelt werden. "Über Raphaëls Qualitäten brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Wenn man dann auch noch keine Gebühr entrichten muss, besteht für den Verein kein Risiko", sagte HSV- Sportchef Holger Hieronymus zum Transfer.

Nach längerer Verletzungspause (Knieoperation im September) gelangte Wicky, der im Januar für eine Ablösesumme von rund 1,5 Mio. Franken zu Atletico Madrid gewechselt hatte, in dieser Saison noch nie zum Einsatz.

Weil er von den Madrilenen nicht als einer von drei spielberechtigten Nicht-EU-Ausländern beim spanischen Verband gemeldet wurde, hätte der Walliser beim Tabellenführer der 2. Division frühestens nach Weihnachten wieder Meisterschaftspartien bestreiten können.

"Endlich wieder Fussball spielen"

Wicky, der sich die Innenband- und Meniskus-Verletzung Ende August im Trainingslager der Nationalmannschaft zuzog, zeigte sich deshalb erfreut über den Wechsel an die Elbe: "Ich bin froh, dass ich endlich wieder Fussball spielen kann."

Der 35-fache Schweizer Internationale spielte bereits von 1997 bis Januar 2001 in der Bundesliga. In 77 Partien mit Werder Bremen erzielte der defensive Allrounder ein Tor.

Der HSV blieb in dieser Saison klar unter den Erwartungen. In der letzten Runde besiegte die Mannschaft von Kurt Jara (ex GC, FC Zürich und St. Gallen), der Anfang Oktober Frank Pagelsdorf als Teamchef abgelöst hatte, den ebenfalls kriselnden Lokalrivalen St. Pauli zwar 4:3, offenbarte dabei aber einmal mehr defensive Mängel.

In der Tabelle ist der ehemalige Meistercup-Sieger nur an 11. Stelle klassiert und liegt schon 13 Punkte hinter einem Europacup-Platz zurück. Trotzdem gibt sich Wicky optimistisch und glaubt an das Potenzial seines neuen Klubs: "Der HSV hat noch vor einem Jahr in der Champions League gespielt. Ich will versuchen, dass wir da wieder hinkommen."

swissinfo und Agenturen

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