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Fussball-Höhepunkt in Zürich: FC St. Gallen gegen Galatasaray Istanbul

Galatasarays Jardel hofft auf Tore gegen St.Gallen. Keystone

Der FC St. Gallen bestreitet heute Abend im ausverkauften Zürcher Hardturm gegen Galatasaray Istanbul das wichtigste Spiel seiner 121-jährigen Klubgeschichte, das Hinspiel der Qualifikation zur Champions League.

Dieser Inhalt wurde am 09. August 2000 - 07:41 publiziert

Einen Tag vor Match spürte St. Gallen-Trainer Marcel Koller bei seinen international unerfahrenen Spielern noch keine grosse nervliche Anspannung.

"Alles verläuft normal. Die Spieler sind konzentriert und giftig an der Arbeit. Alle freuen sich auf diese grosse Herausforderung. Auch für mich sind diese zwei Spiele gegen die türkische Klassemannschaft der Höhepunkt in meiner noch jungen Trainerkarriere."

Koller liess am Dienstag (08.08.) hinter verschlossenen Toren trainieren, um seine Mannschaft abzuschotten, gewisse Spielzüge zu üben und vor allem Ruhe einkehren zu lassen.

Der Trainer des Schweizer Meisters hat sich für zwei Positionen in seiner Startformation noch nicht festgelegt. Entweder der schnellere Colacino oder der erfahrerene Dal Santo verteidigen auf der linken Abwehrseite, entweder der Rumäne Gane oder der Brasilianer Didi werden an der Seite des letztjährigen Torschützenkönigs Amoah stürmen. Der 24-jährige Didi ist leihweise bis Ende Jahr von seinem Besitzer Ituano Sao Paulo und nicht wie deutsche Quellen fälschlicherweise berichten vom VfB Stuttgart zu den Ostschweizern gestossen.

Galatasaray Istanbul hat in diesem Sommer das Triple geschafft, wurde zum 14. Mal türkischer Meister, zum 13. Mal nationaler Cupsieger und zum 1. Mal UEFA-Cupsieger. Der Traditionsklub hat aber dennoch einen Umbruch vollzogen.

Meistertrainer Fatih Terim ging zu Fiorentina und wurde durch den Hagi-Förderer Mircea Lucescu ersetzt, Arif ging zu San Sebastian, Hakan Sükür zu Inter. Gekommen ist der brasilianische Goalgetter Jardel von Porto und der türkische Finisseur Serkan, der aber gegen St. Gallen zunächst auf der Ersatzbank sitzen soll. Der rumänische Regisseur Hagi ist in beiden Spielen gegen die Ostschweizer gesperrt.

"Trotzdem ist das Team voll von Weltklassespielern. Und dennoch haben wir eine kleine Chance", glaubt Koller. St. Gallen hat nichts zu verlieren und wird deshalb auch Initiative ergreifen, ganz unter dem Motto: wer nichts wagt, gewinnt nichts. Am idealsten wäre für Koller und seine Meistertruppe ein Sieg mit keinem Gegentor. Dann würde der Gang ins Ali Sami Yen in zwei Wochen zu einem ganz heissen Auftritt.

St. Gallen ist nach dem FC Zürich (1963/64), Neuchâtel Xamax (1988), Sion (1997) und den Grasshoppers (1998) der fünfte Schweizer Klub, der sich im Europacup mit dem 14-fachen türkischen Meister und 13- fachen Cupsieger misst.

Ausser dem FCZ (vor 37 Jahren im Meistercup- Achtelfinal dank Losentscheid nach einem 2:0-Heimsieg, einer 0:2 Auswärtsniederlage und einem 4:4 im Entscheidungsspiel) vermochte sich keiner gegen den Renommierklub vom Bosporus durchzusetzen.

Basel und Lausanne am Donnerstag im Einsatz

Eher lösbar sind die Aufgaben für Basel und Lausanne in der Qualifikation für den UEFA-Cup. Die Mannschaft von Christian Gross bestreitet am Donnerstag das Hinspiel bei den Amateuren von Folgore San Marino. Lausanne misst sich gleichentags auf der Pontaise mit dem irischen Meisterschaftszweiten Cork City.

swissinfo und Agenturen

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