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Gaddafis klagen gegen Genf

Libyen und das Ehepaar Gaddafi verlangen von Genf Schadenersatz und Genugtuung für die nach ihrer Sichtweise unverhältnismässige Verhaftung vom Juli 2008 in einem Genfer Hotel.

Dieser Inhalt wurde am 09. April 2009 - 08:43 publiziert

Charles Poncet, der Anwalt von Hannibal und Aline Gaddafi, hat bei Gericht eine 60 Seiten umfassende Zivilklage gegen den Kanton Genf eingereicht. Mit ihrer Klage wollen der Sohn von Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi und seine Frau einen Schadenersatz von über 500'000 Franken erstreiten.

Laut Poncet ist es bei der Verhaftung des Ehepaars zu unrechtsmässigen Handlungen Seitens der Polizei gekommen. Im Vordergrund stehen dabei die von der Polizei angewandten Mittel.

So seien zur Festnahme 20 Polizisten ausgerückt und das Ehepaar, das von zwei Hausangestellten wegen Misshandlung angezeigt worden war, wurde in Handschellen abgeführt.

Gaddafis sind zudem der Ansicht, bei der Verhaftung sei die Wiener Konvention über die konsularischen Beziehungen verletzt worden und die Kaution für die Haftentlassung mit insgesamt 500'000 Franken sei "astronomisch" hoch gewesen.

Seit der Verhaftung des Ehepaars ist das Verhältnis zwischen Bern und Tripolis stark belastet. Seit mehreren Monaten werden zwei Schweizer Geschäftsleute festgehalten. Einer davon ist nach Angaben des Aussendepartements psychisch stark angeschlagen.

swissinfo und Agenturen

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