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Geiselnahme in Griechenland gewaltsam beendet

Die griechische Küstenwache befreite am Mittwochabend die entführte Familie aus ihrer Geiselhaft. Keystone

Die Entführung von fünf Schweizern auf einem Segelboot in Griechenland ist beendet. Das Boot wurde von Tauchern der Küstenwache gestürmt, der Entführer dabei erschossen. Die Schweizer Geiseln und der griechische Kapitän des Bootes blieben unverletzt.

Dieser Inhalt wurde am 26. Juli 2000 - 09:17 publiziert

Die fünfköpfige Schweizer Familie sei wohlauf, sagte Livio Zanolari, Sprecher des Eidg. Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Abend. Es handle sich um ein Ehepaar mit zwei Kindern sowie die Schwester des Mannes, sagte der griechische Handelsmarineminister Christos Papoutsis an einer Medienkonferenz.

Die Schweizer Botschaft in Athen stelle der Familie jede Hilfe und konsularische Schutzbetreuung zur Verfügung, sagte Zanolari weiter.

Der bewaffnete und möglicherweise geistig verwirrte Geiselnehmer hatte das Boot mit der Schweizer Familie und dem griechischen Bootseigner an Bord am Mittwochmorgen vor der griechischen Küste in seine Gewalt gebracht.

Wunschziel Casablanca

Nach Angaben des griechischen Handelsmarineministeriums sprang der Mann an Bord, als die "Erato" aus dem Hafen Navplion auf der Halbinsel Peloponnes auslief. Er verlangte, zum marokkanischen Hafen Casablanca gebracht zu werden.

Gemäss dem Ministerium handelte es sich beim Geiselnehmer um einen 38-jährigen Tschechen. Nach Kenntnis der Regierung reiste er am 26. Juni in Griechenland ein.

Ständig umkreist und beobachtet

Der Geiselnehmer sperrte die Schweizer Familie in eine Kabine unter Deck ein. Die Yacht, die langsam vor der griechischen Küste fuhr, wurde von Booten der Küstenwache und Tauchern umkreist.

Ein Polizeihelikopter beobachtete das Geschehen aus der Luft. Der Geiselgangster hatte gedroht, die Passagiere zu erschiessen, wenn die Küstenwache zu nahe komme. Mit der Schweizer Botschaft in Athen war er in Funkkontakt.

Wie das Ministerium mitteilte, fuhren am Abend 14 als Froschmänner getarnte Eliteschützen an das Boot heran. Daraufhin habe der Kidnapper das Feuer eröffnet. Das Schnellkommando schoss zurück und tötete den Mann. Beim Einsatz sei einer der Schützen leicht verletzt worden.

swissinfo und Agenturen7

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