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Gemeinsam gegen Gewalt im Sport

13. Mai 2006: Zürcher Fans mit Fackeln nach dem Super League Match Basel - Zürich.

(Keystone)

Sportverbände, Bund und Kantone haben am Montag eine Erklärung gegen Gewalt in und um den Sport unterzeichnet.

Auf Initiative von Sportminister Samuel Schmid rüstet sich die Schweiz damit für zwei Grossverstaltungen: Die Euro 08 und die Eishockey-Weltmeisterschaften von 2009.

Sportminister Samuel Schmid hat zum ersten Runden Tisch gegen Gewalt im Sport geladen.

Zum Abschluss verabschiedeten die Teilnehmenden am Montagabend eine gemeinsame "Erklärung des Schweizer Sports zur Bekämpfung von Gewalt im und um den Sport".

Diese Erklärung bildet die Basis für einen Aktions- und Massnahmenplan, der die rasche Umsetzung von Projekten zur Bekämpfung von Gewalt in Sport gewährleisten soll, wie es in einem Communiqué des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) heisst.

Festgelegt werde darin die Umsetzung repressiver und präventiver Ansätze, etwa die Durchsetzung von Stadionverboten, die Ausbildung von Sicherheits-Beauftragten, Fanarbeit und die Information.

Anziehungspunkt für Hooligans

Ohne diese Massnahmen drohe die Schweiz zum Anziehungspunkt für Hooligans und gewaltbereite Gruppen aus ganz Europa zu werden.

Es gehe darum, "Nägel mit Köpfen" zu machen, sagte Schmid gegenüber der Sendung "10 vor 10". Neben dem VBS waren Vertreter des Bundesamts für Sport, des Fussball- und Eishockeyverbands, der Swiss Football League sowie Sicherheits- und Polizeiverantwortliche von Bund und Kantonen und Vertreter von Swiss Olympic anwesend.

Schmid hatte den Runden Tisch im Hinblick auf die Fussball-EM EURO 08 und die Eishockey-Weltmeisterschaften 2009 lanciert. Ein nächstes Treffen ist für Ende Juni geplant.

Seit Anfang 2007 neues Instrumentarium

Um Gewalttätige von Sportstadien und deren Umgebung fernzuhalten, stehen den Sicherheitskräften bereits seit Anfang 2007 neue Instrumente zur Verfügung: Rayonverbot, Ausreisebeschränkung, Meldeauflage und ein maximal 24-stündiger Polizeigewahrsam.

Personen mit entsprechenden Auflagen werden von der elektronischen Datenbank HOOGAN erfasst.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Gewalt in den Schweizer Stadien hat in den letzten Jahren generell zugenommen. Laut Schätzungen gibt es in der Schweiz gegen 400 Hooligans und 600 Sympathisanten.

Die zusammen mit Österreich organisierte Euro 2008 beginnt am 7. Juni 2008 in Basel und endet am 29. Juni 2008 in Wien. 15 der 31 Spiele finden in der Schweiz statt: 6 in Basel und je 3 in Zürich, Bern und Genf.

Am letzten Tag der Fussball-Schweizermeisterschaften Mitte Mai 2006 kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen mit über 100 Verletzten.

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Kampf dem Hooliganismus

Im Hinblick auf die Euro 2008 und die Eishockey-WM 2009 hat das Parlament per Gesetz die Massnahmen gegen Hooligans verschärft.

Ein geplantes Referendum gegen diese Änderungen im Bundesgesetzes über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit kam nicht zustande.

Das Gesetz ist vorerst befristet und gilt bis 2009.

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