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Genf wagt erste Schritte in Richtung "Online-Voting"

Am 4.März werden die Genfer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Kreuze zeichnen müssen anstatt ein Ja oder Nein in die Urne zu legen.

(Keystone)

Genf profiliert sich einmal mehr als innovativer Kanton. Denn als erster Schweizer Kanton setzt Genf bei den nächsten Wahlen Maschinen ein, um die Stimmzettel auszuzählen. Die Resultate können dadurch noch rascher eruiert werden. Damit ist der erste Schritt in Richtung Internet-Abstimmung getan.

Die Genfer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden bei den Abstimmungen vom 4. März kein Ja oder Nein mehr in die Urne legen, sondern sie sind aufgefordert, ein Kreuz in das gewünschte Feld zu zeichnen. Denn Kreuze können von Maschinen gelesen und automatisch ausgewertet werden. Eine Handauszählung ist somit nicht mehr nötig.

Rascher und billiger

Dank der automatischen Auswertung können die Endresultate viel rascher eruiert werden. Zudem ist dieses Verfahren auch billiger als die traditionelle Auszählungsart.

Bei rund 90 Prozent aller abgegebenen Zettel im Kanton Genf handelt es sich um briefliche Stimmabgaben. Diese können von der Maschine ausgewertet werden. Die restlichen Wahlzettel, die noch persönlich ins Wahllokal gebracht werden, müssen weiterhin von Hand ausgewertet werden.

Am 4. März stehen insgesamt fünf "Zählmaschinen" im Einsatz. Jede Maschine kann 10'000 Zettel in einer Stunde lesen. Die Fehlerquote liegt bei 2:1'000'000. Falls die Maschine etwas nicht lesen kann, sortiert sie den unsorgfältig ausgefüllten Zettel aus.

Bald "Online-Voting"

Genf nimmt damit eine Vorreiterrolle in der Schweiz ein. In keinem anderen Kanton wird in Richtung "Online-Voting" und "E-Goverment" derart viel getan wie in diesem Teil der französischen Schweiz. Geplant ist nämlich, dass spätestens im Jahre 2002 per Internet abgestimmt und gewählt werden kann. Das heisst aber auch, dass ein grosser Teil der Wahllokale geschlossen werden muss und der soziale Charakter eines Abstimmungs-Sonntags vollends verloren geht.

swissinfo


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