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Gesundheitskosten Generika kosten in der Schweiz das Doppelte wie im Ausland

Laut santésuisse könnten zwischen 388 und 808 Millionen Franken gespart werden, wenn Generika konsequent bevorzugt würden.

Laut santésuisse könnten zwischen 388 und 808 Millionen Franken gespart werden, wenn Generika konsequent bevorzugt würden.

(Keystone)

Die Medikamentenpreise sind in der Schweiz immer noch deutlich höher als in den neun europäischen Vergleichsländern. Gemäss einer Erhebung beträgt die Differenz bei patentgeschützten Medikamenten 14%. Für Generika bezahlen Schweizer Patienten sogar doppelt so viel (53%).

Die Schweiz ist eine Hochpreisinsel. Das zeigt sich in verschiedenen Sektoren. Bei Medikamenten, und vor allem bei Generika, die nicht patentgeschützt sind, ist der Preisunterschied besonders deutlich.

Für ein in der Schweiz patentgeschütztes Medikament zum Preis von 100 Franken bezahlen Europäer im Durchschnitt lediglich 86 Franken. Für ein Generikum, das in der Schweiz 100 Franken kostet, bezahlen Europäer durchschnittlich nur 47 Franken. Das zeigen die Vergleichszahlen, die der Krankenversicherer-Verband santésuisse und der Branchenverband Interpharma zum achten Mal erhoben haben.

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"Die Preisentwicklung der Medikamente ist nicht neu. Sie hat sich in den letzten zwei Jahren akzentuiert", sagt Verena Nold, Direktorin von santésuisse. "Wir müssen handeln, sonst öffnet sich die Schere weiter."

Wenn es nach den Krankenversicherern ginge, müssten die Preise aller Medikamente jährlich angepasst werden. Bisher wird lediglich ein Drittel der Produkte kontrolliert. Ausserdem sollten Generika bevorzugt werden. Ärzte sollten nicht Medikamente, sondern Wirkstoffe verschreiben. Und man sollte ein System von Referenzpreisen einführen, fordern die Versicherer.

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santésuisse schätzt das Sparpotential auf rund eine Milliarde Franken, was rund 4% der Krankenversicherungsprämien oder pro Versicherten 125 Franken weniger pro Jahr ausmacht.

"Birnen mit Äpfeln verglichen"

Für den Dachverband der Generikaproduzenten Intergenerika ist die Erhebung einmal mehr nicht repräsentativ. "Man vergleicht Äpfel mit Birnen", schreibt der Verband in einem Communiqué. In Betracht gezogen würden nur die Preise, ohne das Verhältnis des Preises zur Qualität zu berücksichtigen. Intergenerika warnt vor einem Preisdumping: "Einige Produkte werden bereits zu einem Preis unter den Herstellungskosten verkauft."  


(Übertragung aus dem Französischen: Peter Siegenthaler)

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