Greenpeace-Protest gegen Novartis

Greenpeace-Protestaktion vor dem Novartis-Hauptsitz in Basel. Keystone

Die Umweltorganisation Greenpeace wirft dem Chemiekonzern Novartis vor, für die Herstellung von Kindernahrung weiterhin Gentech-Rohstoffe zu verwenden. Deshalb verstellten Aktivisten den Novartis-Haupteingang mit Dutzenden von Baby-Puppen. Novartis will die Vorwürfe überprüfen.

Dieser Inhalt wurde am 21. August 2001 - 15:03 publiziert

Gemäss einer Mitteilung von Greenpeace bringt Novartis über die Tochterfirma Gerber trotz einem gegenteiligen Versprechen weiterhin genmanipulierte Babynahrung auf den Weltmarkt. Recherchen auf den Philippinen hätten Anteile von 34 bis 66% Gentech-Soja in den entsprechenden Produkten ergeben. Dies, obwohl Novartis bereits im Sommer 1999 verkündet habe, auf Kindernahrung mit gentechnisch veränderten Produkten künftig verzichten zu wollen.

Greenpeace verlangt deshalb von der Novartis-Konzernspitze erneut die verbindliche Einhaltung des gemachten Versprechens. Alle Produktions-Stätten sollten weltweit auf diese Zusage verpflichtet und auf deren Einhaltung kontrolliert werden, heisst es in der Mitteilung. Es dürfe keinen doppelten Standard für die Erste und die Dritte Welt geben. Genmanipulierte Organismen hätten weder auf dem Feld noch in den Trinkflaschen von Babys etwas zu suchen.

Vorwürfe überprüfen

Novartis-Sprecherin Nadine Schecker konnte keine Angaben zu den Aussagen von Greenpeace machen. "Wir können momentan die Vorwürfe nur zur Kenntnis nehmen", sagte sie. Von Greenpeace wolle das Unternehmen vor allem wissen, wie die Proben erhoben wurden. Novartis werde die Anschuldigungen überprüfen. Sollten sich die Ergebnisse der Greenpeace-Recherchen bestätigen, so wäre dies "nicht im Sinn des Unternehmens", hiess es bei Novartis.

swissinfo und Agenturen

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