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Guter Auftakt für Urs Meier

Der Schweizer Urs Meier hat seine schwierige Aufgabe gemeistert.

(Keystone)

Der Schweizer Schiedsrichter Urs Meier war seiner Aufgabe beim heiklen Duell zwischen Südkorea und den USA an der Fussball-Weltmeisterschaft gewachsen.

Die Aufgabe des Unparteiischen beim Spiel einer Veranstalter-Mannschaft kann sich als vergiftetes Geschenk erweisen. Doch Urs Meier gelang es, seine erste Partie an der WM ohne Probleme zu meistern.

"Man hat nicht viel über mich gesprochen, das ist ein gutes Zeichen", erklärte der Aargauer nach dem Spiel in Daegu, der drittgrössten Stadt Südkoreas. Das Spiel endete 1:1; obschon Südkorea den Verlauf dominiert hatte. Die Performance des Schiedsrichters schlug keine Wellen.

Angst vor Fans

Schon bei der letzten Fussball-WM 1998 in Frankreich hatte Urs Meier mit dem Spiel USA-Iran eine Partie gepfiffen, die voller Symbolik war. Vier Jahre später übertrug die FIFA dem Aargauer nun erneut eine heikle Aufgabe.

In den vergangenen Tagen war befürchtet worden, dass südkoreanische Fans unter Umständen ihrer Wut gegen die Präsenz von rund 40'000 US-Soldaten in ihrem Land freien Lauf lassen könnten. Doch es blieb ruhig.

"Die Nationalhymne der USA wurde mit Beifall aus dem Publikum quittiert", sagte Meier nach der Partie. "Von dem Moment an wusste ich, dass alles gut gehen würde."

Die rund 60'000 Personen im Stadion sorgten für eine gute Ambiance. "Ich habe etwas sehr intensives erlebt. Die Partei wird sicher zu den besten Erinnerungen meiner Karriere gehören", zog Urs Meier nach dem Spiel Bilanz.

Fortsetzung in Seoul?

Der einzige kritische Moment in einem Wettkampf, in dem sich beide Teams fair verhielten, kam in der 39. Minute, als Meier für Südkorea einen Penalty pfiff, der von einigen Beobachtern und den Betroffenen kritisiert wurde.

"Ich habe keine Sekunde gezögert. Aus meiner Sicht gab es keinen Zweifel", erklärte der Unparteiische dazu. Wie auch immer: Die Südkoreaner verschossen schliesslich den Penalty.

Am Dienstag reist Urs Meier von Daegu nach Seoul. Noch ist offen, ob der Aargauer im weiteren WM-Verlauf nochmals zum Einsatz kommt, doch scheint es vorerst mehr als wahrscheinlich.

Gabriel Nadav, Daegu
(Übertragung aus dem Französischen: Rita Emch)

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