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Haus-Durchsuchungen bei Yeslam Binladin

Yeslam Binladin ist der Halbbruder von Osama Bin Laden. Keystone Archive

Die Haus-Durchsuchungen der Bundeskriminalpolizei vom Mittwoch betreffen 8 mit Binladin verknüpfte Firmen sowie dessen Genfer Gesellschaft SICO.

Dieser Inhalt wurde am 28. März 2002 - 15:05 publiziert

Die insgesamt 9 Durchsuchungen erfolgten im Rahmen eines französischen Rechtshilfe-Gesuches. Der Geschäftsmann Yeslam Binladin, 2001 in der Schweiz eingebürgert, ist der Halbbruder von Osama bin Laden.

Man habe den eidgenössischen Ermittlern alle gewünschten Dokumente ausgehändigt, erklärte Binladins Genfer Anwalt Pierre de Preux am Donnerstag zu Medienberichten.

Binladin "begeistert"

Sein Klient sei "begeistert" von der Untersuchung. "So kann er den Beweis erbringen, dass er sich nichts vorzuwerfen hat."

Die umfangreiche Aktion der Bundeskriminalpolizei fand in den Kantonen Genf, Bern, Zug und Zürich statt. Durchsucht wurden im weiteren vier Privatdomizile.

Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte im Dezember 2001 eine Untersuchung wegen Geldwäscherei gegen die Saudi Investment Company (SICO) eröffnet. Für Anwalt de Preux liegen keine unerlaubten Handlungen vor. Binladin habe 1998 die Liquidierung der Finanzaktivitäten der SICO beschlossen.

Durchsuchung in Cannes

Die französische Justiz hatte bereits am 20. März Yeslam Binladins Villa im französischen Cannes durchsucht. Drei Brüder bin Ladens, darunter Halbbruder Yeslam, hatten sich dort kurz nach den Attentaten vom 11. September zu einer "Krisensitzung" versammelt.

Yeslam Binladin hatte die Anschläge in den USA öffentlich verurteilt. Er erklärte, seit 1981 keinen Kontakt mehr zu seinem Halbbruder Osama bin Laden gehabt zu haben, der als Hauptverantwortlicher für die Attentate gilt.

Die SICO ist heute laut de Preux eine Dienstleistungsfirma. Sie verwaltet die Geschäfte Binladins und drei seiner Brüder und Schwestern, Söhne und Töchter der gleichen Mutter, wie der Anwalt präzisierte. Yeslam Binladin ist im vergangenen Jahr in Genf eingebürgert worden, was eine Polemik entfacht hatte.

swissinfo und Agenturen

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