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Imam-Ausbildung an Schweizer Hochschulen?

Imame sollen künftig an Schweizer Hochschulen ausgebildet werden - darüber sind sich Vertreter muslimischer Gemeinden in der Schweiz, Behörden und Hochschulen mehrheitlich einig. Dies geht aus einer Untersuchung des Schweizerischen Nationalfonds hervor.

Dieser Inhalt wurde am 21. Juli 2009 - 11:02 publiziert

Die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms "Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft" (NFP 58) erarbeitete Studie wurde am Dienstag in Bern vorgestellt.

Dazu führten Forscher der Universität Zürich rund 100 Interviews mit Exponenten islamischer Gemeinden und befragten zudem etwa 40 Vertreter anderer Religionsgemeinschaften, Behörden, Parteien, Hochschulen, sowie Rechtsexperten.

Mehrheitlich sprachen sich die Befragten dafür aus, Imame (Vorbeter) und islamische Religionslehrer in der Schweiz auszubilden.

Die Muslime wünschen sich akademisch ausgebildete Imame, die neben fundierten Islamkenntnissen auch über gute Kenntnisse der lokalen Landessprache, des Rechts und der Politik verfügen. Zudem sollen sie Kontakte mit den anderen Religionsgemeinschaften pflegen.

Allgemein wünscht man in den islamischen Gemeinden einen Islam, der in den Schweizer Kontext passt, aber nicht vom Staat reglementiert ist.

In rechtlicher Hinsicht gibt es laut den Forschern keine Hindernisse für die Ausbildung von Imamen und muslimischen Religionslehrern.

Muslime stellen mit schätzungsweise über 350'000 Mitgliedern oder knapp 5% der Bevölkerung die zweitgrösste Religionsgemeinschaft der Schweiz.

swissinfo.ch und Agenturen

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