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Indien: Nur wenige Überlebende gefunden

Helfer in Indien verlangen Ruhe um eventuelle Klopfzeichen Überlebender zu hören.

(Keystone)

Nach dem verheerenden Erdbeben in Indien schwand am Wochenende zunehmend die Hoffnung, noch weitere Menschen lebend zu bergen. Die Schweizer Rettungskette konnte bisher sieben Überlebende retten.

"Für Hunderte Verschüttete läuft die Zeit ab", sagte ein Behördenvertreter am Sonntag in der besonders schlimm betroffenen Stadt Bhuj in der Nähe des Epizentrums.

Bei dem Beben kamen nach offiziellen Angaben vermutlich mehr als 20'000 Menschen ums Leben, 75'000 werden vermisst. Die Zahlen werden jedoch stündlich nach oben korrigiert.

In Ahmedabad, der grössten Stadt der Erdbeben-Provinz Gujarat, barg die Schweizer Rettungskette am Sonntag (28.01.) vier Überlebende aus den Trümmern und später noch drei weitere. Die Suchhunde-Teams orteten nach Angaben der Rettungskette zahlreiche weitere Überlebende.

"Die wollen wir rausholen, so lange noch Zeit dafür ist", sagte der Sprecher der Rettungskette in Indien, Fred Lauener.

Internationale Hilfe

Insgesamt 52 Mitglieder der Schweizer Rettungskette sind zur Zeit im Erdbebengebiet im Westen von Indien tätig. Ein Voraus-Team war bereits am Freitag nach Ahmedabad geflogen, die restlichen 48 Frauen und Männer folgten zusammen mit 18 Tonnen Hilfsmaterial.

Die Schweizer waren die ersten ausländischen Helfer, die im Katastrophengebiet eintrafen. Am Sonntag folgten Helfer aus Deutschland, Grossbritannien und weiteren Ländern. Viele Länder, darunter die Schweiz, die USA und Indiens Erzfeind Pakistan, kündigten umfangreiche finanzielle und materielle Unterstützung an.

Hilfszusagen aus der Schweiz

Neben der Nothilfe des Bundes haben private Hilfswerke finanzielle Unterstützung für die vom Erdbeben betroffenen Menschen angekündigt. Die Glückskette gab bereits am Freitag 250'000 Franken frei und eröffnete ein Spendenkonto "Erdbeben Indien".

Zahlen über den Spendeneingang lägen aber nicht vor Mitte Woche vor, erklärte Roland Jeanneret von der Glückskette. Bei der Sammlung für die Opfer des Erdbebens in El Salvador kamen zwei Mio.Franken zusammen.

Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) sprach zudem eine Soforthilfe von 100'000 Franken. Caritas stellte einen Betrag von 200'000 Franken für die Nothilfe zur Verfügung.

swissinfo und Agenturen


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