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Internationales Forum von Crans-Montana eröffnet

Bundespräsident Ogi unterhält sich mit dem kenianischen Präsidenten Daniel Arap Moi. Keystone

Der Schweizer Bundespräsident, Bundesrat Adolf Ogi, hat am Mittwochabend (28.06.) das 11. Forum von Crans-Montana (VS) eröffnet worden. Hauptthema des fünftägigen Treffens ist in die Zukunft Afrikas, Libyens und des Balkans.

Dieser Inhalt wurde am 29. Juni 2000 - 07:51 publiziert

Soziale Verantwortung

In seiner Eröffnungsrede forderte Bundespräsident Ogi, dass Alle von der Globalisierung profitieren sollten. Der globale wirtschaftliche Fortschritt müsse von sozialer Verantwortung begleitet werden, sagte Ogi. Dies sei nur mit einer verantwortungsvollen politischen Arbeit möglich.

Weiter schlug Ogi vor, dass Beschlüsse von internationalen Konferenzen, wie zum Beispiel der UNO-Folgekonferenz zum Sozialgipfel, von einem kleineren Gremium umgesetzt werden sollten. Ein "Exekutivrat", ähnlich dem 15-Mitglieder zählenden UNO-Sicherheitsrat, sollte nach den Worten Ogis die Beschlüsse derKonferenzen vor Ort in die Tat umsetzen.

Die Rede des Bundspräsidenten stand unter dem Slogan: "We can do better". Ogi erinnerte an aktuelle Zahlen: 1,4 Mrd. Menschen verfügen über kein Trinkwasser, 2,5 Mrd. über keine medizinische Versorgung und 1,2 Mrd. über kein Einkommen.

Der Sekretär der Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten, Lansana Kouyaté stellte die Frage, "auf die niemand antworten kann oder will: Wer profitiert von der Globalisierung und wer nicht?"

Afrika im Zentrum

Seit seiner Gründung hat das Forum von Crans-Montana den Finger auf die Ungleichheit in der Welt gelegt. In diesem Jahr sind 21 Delegationen aus afrikanischen Staaten während der fünf Tag im Wallis vertreten.

Vor zwei Jahren hatte Flavio Cotti in Crans-Montana die "Schweizer Initiative für Afrika" ins Leben gerufen. Mit dieser Aktion sollten die Entwicklungshilfe und die Demokratie gefördertwerden.

Die afrikanischen Staatsschefs zählen auf das Forum, um Investoren zu finden. Sie wollen als wirkliche Partner anerkannt werden. "Afrika verfügt über immense Naturschätze. Wir haben viele Trümpfe, und wir wollen sie der Welt bekannt machen", sagte der kenianische Präsident Daniel T. Arap Moi.

Der algerische Minister Nourredine Boukrouh, der Präsident Bouteflika in Cran-Montana vertritt, betonte die Gefahren einer Globalisierung, die nur auf den Wettbewerb zähle. "Die Globalisierung muss vielmehr eine positive Synergie entwickeln und alle Länder umfassen."

Libyen und der Balkan

Neben Afrika stehen Libyen und der Balkan im Zentrum des 11. Forums von Crans-Montana . Am Forum nehmen bis Sonntag (02.07.) zahlreiche Regierungschefs und Wirtschaftsvertreter teil. Anwesend sind die Bundesräte Adolf Ogi, Joseph Deiss und Pascal Couchepin. Insgesamt sind rund 70 Veranstaltungen angekündigt.

swissinfo und Agenturen

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