Jugendliche sind weniger höhenkrank

Kinder und Jugendliche sind weniger anfällig auf die Höhenkrankheit als angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Schweizer Forschern auf dem Jungfraujoch. Laut ihnen sind deshalb heute empfohlene Höhenprophylaxen unnötig.

Dieser Inhalt wurde am 16. Januar 2009 - 11:23 publiziert

Die Forscher um Urs Scherrer vom Universitätsspital Lausanne untersuchten 48 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren.

Sie fuhren mit der Bahn aufs Jungfraujoch auf 3450 Metern über Meer und verbrachten dann zwei Tage und zwei Nächte in der dortigen Forschungsstation.

Nach sechs Stunden Aufenthalt hatte jedes vierte Kind Anzeichen einer akuten Höhenkrankheit. Die wichtigsten Symptome waren Kopfweh und Erschöpfung. Sie besserten sich bei den meisten rasch und ohne dass eine Behandlung nötig gewesen wäre. Bei anderen Kindern traten die Krankheitsanzeichen allerdings erst am nächsten Morgen auf.

Am zweiten Tag war so jedes fünfte Kind höhenkrank, 48 Stunden nach der Ankunft auf dem Jungfraujoch waren es noch 8%. Insgesamt stellten die Ärzte bei 18 der 48 Kinder im Verlauf des Aufenthalts eine Höhenkrankheit fest. Das ist beachtlich, aber weniger hoch als befürchtet, wie Scherrer sagte.

Bisher glaubten die Forscher, Jugendliche seien anfälliger als Erwachsene. Die im Fachmagazin Pediatrics erschienene Studie legt nun aber nahe, dass Jugendliche einen raschen Transport auf rund 3500 Meter Höhe eher besser vertragen als Erwachsene. Zudem sprachen die erkrankten Kinder auf dem Jungfraujoch rasch auf eine medikamentöse Behandlung an.

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