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Kampf gegen den Hunger in der Welt

Walter Fust begrüsst Catherine Bertini in Bern.

(Keystone)

Die Direktorin des Welternährungs-Programms (WFP), Catherine Bertini, hat die Zusammenarbeit mit der Schweiz gelobt. Sie zähle zu den konstantesten Geberländern des WFP. Trotzdem werde die Nahrungsmittelhilfe für notleidende Menschen immer schwieriger.

Bertini wies am Mittwoch (14.03.) in Bern darauf hin, dass die leidenden Menschen oft gar nicht erreicht werden könnten, da administrative Hindernisse und mangelnde Sicherheit der Soforthilfe im Weg stünden.

Das WFP braucht Geld

Auch finanzielle Engpässe bereiteten dem WFP Sorgen. Die freiwilligen Beiträge der Staaten hielten mit den ansteigenden Bedürfnissen in der Welt nicht Schritt. Bertini betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Schweiz für das Welternährungs-Programm. Die Schweiz unterstützt das Programm mit rund 30 Mio. Franken jährlich, was zwei Prozent des Budgets der UN-Organisation entspricht. Sie ist damit auf Rang 13 der Geberländer.

"Das WFP hilft den Leuten zu überleben", sagte der Vorsteher der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) am Mittwoch in Bern. "Doch die Schweiz könnte mehr tun".

Diese Meinung wird von den Parlamentariern geteilt. Bertini war im Rahmen ihres zweitägigen Besuches in der Schweiz am Dienstag in Lugano mit 15 Parlamentariern verschiedener Parteien, darunter Nationalrats-Präsident Peter Hess, zusammengetroffen.

Dabei sei der Willen seitens der Parlamentarier, mehr zu tun, klar zum Ausdruck gekommen, sagte Fust. Zahlen nannte er jedoch nicht. "Wir sind abhängig von den Geberländern", betonte Bertini. Das Engagement der Schweiz schätze sie sehr. Das Land sei einer der wichtigsten Partner des WFP.

Schweizer Engagement

Die Schweiz engagiert sich nicht nur mit Spenden. Immer wieder würden Mitarbeiter des Schweizerischen Katastrophen-Hilfekorps (SKH) für Operationen des WFP delegiert, sagte Bertini, die dem WFP seit 1992 vorsteht.

Die Schweiz ist zudem in der Periode 2001/2002 zum zweiten Mal Mitglied des Exekutivkomitees des WFP.

Hilfe für Millionen von Hungernden

Das WFP hat 1999 rund 89 Mio. Menschen in 82 Ländern ernährt. Es engagiert sich in Ländern, die unter Dürre, Krieg und Naturkatastrophen leiden. So zum Beispiel am Horn von Afrika, wo die Situation gemäss Bertini immer noch kritisch ist. Ebenfalls aktiv ist es im hungerleidenden Nordkorea.

Dorthin will die Schweiz in nächster Zeit 700 Tonnen Fleisch liefern. Damit entlastet sie gleichzeitig die Schweizer Produzenten, die von einem Preiszerfall des Rindfleisches in Folge der BSE-Krise betroffen sind.

Nordkorea: Bertini unterstützt die Schweiz

Die Aktion ist angelaufen, der Bund hat bereits 500 Tonnen Fleisch eingekauft. In Südkorea war nach dem Entscheid des Bundesrates Kritik laut geworden, weil das Risiko einer BSE-Verseuchung bestehe.

Angesprochen auf diese Kritik sagte Bertini: Erstens sei Bern mit der geplanten Lieferung einer Bitte aus Pjöngjang nachgekommen, zweitens sei das Fleisch dasselbe, das auch in der Schweiz konsumiert werde. Für das Programm wendet die DEZA rund 400'000 Franken auf.

swissinfo und Agenturen


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