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Klage gegen Blatter angekündigt

UEFA-Präsident Johansson (links) und FIFA-Präsident Blatter haben grosse Differenzen.

(Keystone Archive)

Ein Gericht in der Schweiz soll sich mit einer Klage gegen FIFA-Präsident Joseph Blatter befassen. Dies kündigte UEFA-Präsident Lennart Johansson an.

Bis spätestens Freitag würden 11 von 24 Mitgliedern der FIFA-Exekutive bei einem Schweizer Gericht Klage gegen FIFA-Präsident Blatter einreichen: wegen Amtsmissbrauchs und Misswirtschaft, erklärte Johansson am Mittwochabend.

Der Walliser Blatter wollte sich zur neusten Entwicklung nicht äussern, bevor die Klage nicht eingereicht sei. Letzte Woche hatte FIFA-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen bei einer Sondersitzung des FIFA-Exekutivkomitees schwere Vorwürfe gegen seinen früheren Mentor Blatter erhoben.

"Krimineller Akt"

"Gemäss Schweizer Recht ist man zu einer Klage verpflichtet, wenn man Kenntnis von einem kriminellen Akt hat. Wer solche Informationen zurückhält, macht sich selber strafbar". Mit diesen Worten erklärte Johansson den Grund für die sofortige Einleitung einer Klage, noch ehe sich Blatter wie angekündigt schriftlich zu den Anschuldigungen von Generalsekretär Zen-Ruffinen hatte erklären können.

Zen-Ruffinen hatte Blatter unter anderem vorgeworfen, er habe Entscheide getroffen, die gegen Schweizer Recht verstiessen. Blatter, der seit längerem unter Beschuss steht, hatte die Vorwürfe letzte Woche erneut zurückgewiesen. Auch einen freiwilligen Rücktritt von seinem Amt lehnte er ab. Am 29. Mai muss sich Blatter der Widerwahl stellen.

Europäer und Afrikaner

Auch der Südkoreaner Mong-Joon Chung, ebenfalls FIFA-Vizepräsident und WM-Organisationschef seines Landes, erklärte, ein Schweizer Anwalt sei mit der Prüfung und Weiterleitung des Falls beauftragt worden. Neben Chung will sich auch der Kameruner Issa Hayatou, Blatters einziger Gegenkandidat bei der Wahl am 29. Mai, an der Klage beteiligen.

Die restlichen Exekutivkomitee-Mitglieder aus dem asiatischen Verband unterstützen den Vorstoss gegen Blatter nicht, wogegen sechs von acht europäischen Vertretern der Exekutive und vier Afrikaner den Auftrag an den Schweizer Anwalt offenbar billigen.

Chung, der sich für die Einführung eines Rotationssystems an der FIFA-Spitze aussprach, um Missbrauch von Macht und Geld zu verhindern, nannte indes keine Namen.

swissinfo und Agenturen

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