Krippen zahlen sich aus

Betreuung in einer Kindertagesstätte. Keystone

Kinderkrippen kosten nicht nur, sie bringen auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen, wie eine soeben veröffentlichte Studie beweist. Die Stadt Zürich will deshalb ihr Angebot erweitern

Dieser Inhalt wurde am 22. Februar 2001 - 23:48 publiziert

Das von der Stadt Zürich beauftragte Berner Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (Büro Bass) kommt zu einem überraschenden Schluss: Für jeden für Kindertages-Stätten investierten Franken fliessen bis zu vier Franken an die Gesellschaft zurück.

Nicht nur materieller Nutzen

Die Studie untersuchte den volkswirtschaftlichen Nutzen auf verschiedenen Ebenen: Eltern profitieren von Kinderkrippen, indem sie durch zusätzliche Erwerbsarbeit mehr verdienen. Dies wiederum führt zu höheren Steuer-Einnahmen.

Die Stadt Zürich spart laut Studie Sozialhilfe- und Kleinkinder-Betreuungs-Beiträge. Ohne Kinderkrippen würden 350 Haushalte mehr unter das Existenz-Minimum fallen. Gut verdienende Eltern können sich ausserdem eine bessere Altersvorsorge leisten, so dass längerfristig weniger AHV-Zusatzleistungen ausbezahlt werden müssen.

Bessere soziale Integration

Kinderkrippen wirken sich auch positiv auf die schulischen Leistungen aus. Hauptsächlich bei ausländischen Kindern stellten die Autoren der Studie eine bessere soziale Integration fest.

"Wer hier etwas bewegt, tut etwas gegen armutsgefährdete Familien," sagte Sozialvorsteherin Monika Stocker. Sie will dem Gemeinderat im Sommer ein neues Finanzierungs-Modell für die Kinderkrippen vorlegen.

swissinfo und Agenturen

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