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Lehrstellen-Markt erholt sich

Trotz Entspannung: Noch sind viele Jugendliche ohne Lehrstelle

(Keystone)

Die Lage auf dem Schweizer Lehrstellen-Markt entspannt sich. Die Zahl der Lehrstellen-Angebote ist gegenüber dem Vorjahr wieder angestiegen.

Rund 70'000 Jugendliche werden Ende Jahr einen Lehrvertrag in der Tasche haben. Noch immer haven aber rund 5000 keine Lehrstelle gefunden.

Gemäss dem jüngsten Lehrstellen-Barometer des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT) erhöhte sich das Lehrstellen-Angebot der Unternehmen von 76'500 im vergangenen Jahr auf nun 79'000.

Positiver Trend

Die Zahl der offenen Lehrstellen stieg damit auf über 10%. Am Stichtag der Erhebung, am 31. August 2003, waren 9000 oder 11% der Lehrstellen offen. 2002 und 2001 waren es 8 beziehungsweise 10% Prozent gewesen.

Vor allem Unternehmen in der Westschweiz und im Tessin, wo der Lehrbeginn erst auf den Spätherbst fällt, erwarten, dass sie noch rund 4000 Verträge werden abschliessen können.

Dieser positive Trend aus Sicht der Unternehmen bestätigt sich nach Angaben des BBT in der Hochrechnung der Jugendlichen-Befragung.

Demnach verfügten am Stichtag 64'500 Jugendliche zwischen 14 bis 20 Jahren über eine Lehrstelle; dies sind 5500 Jugendliche mehr als 2002.

Aufgrund der Mittelwerte zwischen der Unternehmens- und Jugendlichen-Befragung dürfte sich die Zahl der neuen Vertragsabschlüsse Ende 2003 bei 70'000 einpendeln. 2002 war die Zahl der Lehrvertrags-Abschlüsse um 3% auf rund 68'500 zurückgegangen.

Mehr als die Hälfte machen eine Lehre

Während erstmals seit drei Jahren wieder mehr als die Hälfte der Befragten eine Lehre beginnen – 59% bei den Männern, 44% bei den Frauen –, verbleiben wie schon 2002 rund 26% im Schulsystem.

Etwa 1% der befragten Jugendlichen absolviert eine Anlehre; 4% oder rund 5000 Jugendliche hatten Ende August noch keine Lösung gefunden. Im Vorjahr waren noch rund 6000 Jugendliche in dieser Situation.

Der Anteil der Jugendlichen, die eine Zwischenlösung wie einen Sprachaufenthalt oder ein Praktikum wählen oder direkt ins Arbeitsleben treten, liegt bei 18% und ist damit wieder auf das Niveau von 2001 gesunken. Gemäss Hochrechnung wollen demnach knapp 20'500 Jugendliche 2004 wieder auf den Lehrstellen-Markt.

Spitzenreiter Büro und Pflege

Prozentual am meisten offene Lehrstellen weisen im laufenden Jahr die Berufe des Baugewerbes (19%) und des Gastgewerbes (19%) aus. Bei den Metall- und Maschinenindustrie-Berufen stieg der Anteil der nicht vergebenen Lehrstellen von 9 auf 14%.

Spitzenreiter bei den vergebenen Lehrstellen sind Büroberufe und Berufe im Pflegebereich. Sie konnten ihre angebotenen Stellen zu 96% respektive 98% besetzen.

Schweizer haben es leichter

Im Nationalitäten-Vergleich fällt auf, dass Schweizer und Schweizerinnen auch dieses Jahr leichter eine Lehrstelle fanden als ausländische Staatsangehörige: Rund 80% der Schweizer verfügen über eine Lehrstelle, bei den Ausländern lediglich 65%. Diese Unterschiede waren bereits in den Vorjahren festzustellen.

Auch zwischen Stadt und Land sind Differenzen erkennbar: Der Anteil der Jugendlichen mit Lehrstelle liegt auf dem Land bei 81, in der Stadt bei 75%.

Motive und Erfahrungen



Erstmals wurden Jugendliche über ihre Motive und Erfahrungen bei der Lehrstellensuche befragt. Danach sind für die Wahl der Berufslehre in erster Linie Familie, Freunde und Bekannte entscheidend.

Favorisiert werden – vor allem bei den Frauen – Büroberufe, bei den Männern Berufe der Metall- und Maschinenindustrie.

swissinfo und Agenturen

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