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Luchs verletzt deutschen Touristen

Luchs contra Mensch - ein äusserst seltenes Ereignis

(Keystone Archive)

Ein Deutscher Tourist ist im Wallis von einem Luchs angegriffen und erheblich am Arm verletzt worden. Das Tier sprang ihn von einem Baum an, wie die Behörden mitteilten. Der Fall ist laut Experten einzigartig.

Das Tier sei vermutlich vor dem Wanderer auf den Baum geflüchtet und unabsichtlich in die Enge getrieben worden.

Der Vorfall datiert vom vergangenen Dienstag in der Region Agettes oberhalb von Sitten, wo der Tourist Richtung Veysonnaz spazierte. Wie die Walliser Behörden am Freitag (19.01.) mitteilten, erlitt er beim Angriff am linken Arm vier Risswunden von viereinhalb bis fünf Zentimetern Länge und musste im Spital behandelt und geimpft werden.

Eine Lederjacke verhinderte Schlimmeres. Wie er berichtete, hatte er bei einem abseits gelegenen Chalet eine Rast eingelegt, als er von einer Tanne herab aus viereinhalb Metern Höhe von einem Tier angesprungen wurde. Er habe zur Abwehr den linken Arm gehoben. Das Tier habe einer Katze geglichen, aber die Grösse eines mittelgrosse Hundes gehabt. Er habe es an Haaren, Ohren und Schwanz als Luchs erkannt.

In der Gegend hielt sich zu dieser Zeit tatsächlich ein Luchs auf, wie Spuren
belegten.

"Das hat es in dieser Form noch nie gegeben", sagte Urs Breitenmoser vom Forschungsprojekt KORA zum Schutz der Raubtiere in der Schweiz auf Anfrage. Einen Angriff beziehungsweise eine Verwechslung mit einem Beutetier schliesst er aus. Darauf deute auch der Umstand hin, dass der Betroffene keine Bisswunden erlitten habe.

Breitenmoser vermutet, dass das Tier überrascht wurde und auf den unmittelbar beim Chalet stehenden Baum flüchtete. Der Mann habe dem Tier offenbar den Fluchtweg abgeschnitten.

In der ganzen Literatur gebe es ungefähr drei Berichte aus den Oststaaten, wo Luchse mit Tollwut Menschen angegegriffen hätten. Die Schweiz sei aber tollwutfrei. Ansonsten seien Menschen nur unter besonderen Umständen, vor allem beim Einfangen von Tieren, verletzt worden.

swissinfo und Agenturen


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