Luftverschmutzung im Visier

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) hat eine Kampagne gegen die Luftverschmutzung in Städten und Agglomerationen gestartet. Er verlangt die Einführung von Zonen, in denen nur schadstoffarme Fahrzeuge verkehren dürfen.

Dieser Inhalt wurde am 27. Januar 2009 - 10:10 publiziert

Im Zentrum von Bern, Genf und Chiasso wurden für die Kampagne Bäume mit weissen Tüchern mit der Aufschrift "Ich bin auch eine Lunge" verhüllt. Der VCS will damit die Spuren des Feinstaubs und anderer Schadstoffe auf dem weissen Stoff sichtbar machen, wie er mitteilte. Im Frühling sollen die Tücher eingesammelt und den zuständigen Behörden übergeben werden.

Gleichzeitig fordert der VCS, in städtischen Agglomerationen gemäss dem europäischen Modell "Umweltzonen" zu schaffen. Nach Ansicht des VCS könnte in diesen Zonen etwa die Durchfahrt von Dieselfahrzeugen ohne Partikelfilter und Denox-Katalysator verboten werden.

Damit könnten die Feinstaubbelastung und die Luftverschmutzung mit Stickoxiden verringert werden. Die Kantone Genf, Waadt, Zürich und die Stadt Bern prüften derzeit die Umsetzung solcher Zonen.

Die bisherigen Erfahrungen in Europa sind laut VCS positiv. So habe beispielsweise Berlin auf bestimmten Verkehrsachsen eine Reduktion der Grenzwertüberschreitungs-Tage von 77% verzeichnet. Umweltzonen hätten zudem zur Folge, dass die Fahrzeuge schneller erneuert würden, damit sie die strengen Auflagen erfüllten.

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