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Marcel Schelbert muss auf Sydney verzichten

Olympia-Traum ausgeträumt: M. Schelbert kann in Sydney nicht an den Start gehen. Keystone / Michele Limina

Der Schweizer 400-m-Hürdenläufer Marcel Schelbert muss auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sydney verzichten. Schelbert erlitt vergangenen Freitag (25.08.) beim Golden-League-Meeting in Brüssel einen Teilriss der rechten Achillessehne.

Dieser Inhalt wurde am 30. August 2000 - 08:11 publiziert

Der 24-jährige Zürcher wird in der kommenden Woche in der Rennbahnklinik Muttenz operiert und fällt damit für längere Zeit aus.

Für den WM-Dritten und "Schweizer Sportler des Jahres 1999" geht damit die Saison vorzeitig zu Ende. Das Jahr 2000 hatte für ihn bereits zuvor unter einem schlechten Stern gestanden. Im Februar musste sich Schelbert an der Leiste operieren lassen und geriet in Trainingsrückstand. Der Saisonbeginn wurde bis zum 22. Juli herausgeschoben. Das 400-m-Hürden-Comeback gab der Läufer des LC Zürich erst Ende Juli an den Schweizer Meisterschaften in Lugano.

Das Handicap des späten Saisonauftakts vermochte der Schweizer Rekordhalter während der ganzen Saison nie wettzumachen. Zwar sicherte er sich am 11. August bei Weltklasse Zürich mit einer Zeit von 49,49 Sekunden das Olympia-Ticket praktisch in letzter Minute und konnte diese Zeit eine Woche später in Monaco mit 49,72 bestätigen. Doch von seinem Schweizer Rekord, den er im WM-Final von Sevilla in 48,13 aufgestellt hatte, blieb er weit entfernt.

"Wir sind natürlich schwer enttäuscht", sagte Schelberts Trainer Andreas Hediger, der zusammen mit seinem Schützling in Muttenz die Diagnose der Ärzte entgegennahm. "Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch das Pech dazu". Schelbert habe den Entscheid relativ gelassen aufgenommen, zumal er eine böse Vorahnung gehabt habe.

Schelbert musste sich bereits die ganze Saison mit der Tatsache auseinandersetzen, dass er in Sydney nicht starten wird. Was Schelbert gemäss Hediger vielmehr beschäftigt, ist die erneut anstehende Operation. "Schelbert ist eigentlich ein robuster Athlet und wir hoffen nun, dass sich das Verletzungspech auf diese Saison kummuliert hat."

swissinfo und Agenturen

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