Massnahmen gegen Creutzfeld-Jakob nötig

Der Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG), Thomas Zeltner, fordert Massnahmen im Kampf gegen Creutzfeld-Jakob, obwohl die Schweiz bisher von der Krankheit verschont blieb.

Dieser Inhalt wurde am 05. Dezember 2000 - 23:41 publiziert

Zeltner geht davon aus, "dass wir in Zukunft auch in der Schweiz Creutzfeld-Jakob-Fälle haben werden", wie er am Dienstag (5.12.) in der Sendung "Kassensturz" von Schweizer Fernsehen DRS sagte. Ob es sich um 10, 100 oder gar 1000 Fälle handeln werde, sei offen.

Für Zeltner stehen mehrere Massnahmen im Vordergrund. Um die Ansteckung von Mensch zu Mensch bei Operationen zu vermeiden, sollte nach Mandeloperationen das Chirurgenbesteck entsorgt werden.

Laut "Kassensturz" haben sich Prionen auf der Oberfläche von Operationsbesteck als sehr hartnäckig erwiesen. Mandeloperationen sind heikel, weil sich in den Mandeln infizierter Personen die gefährlichen Prionen ansammeln können. Zeltner forderte zudem einen Bluttest, um feststellen zu können, ob sich ein Mensch mit dem tödlichen Erreger angesteckt hat. Im Budget für das Jahr 2001 hatte das BAG einen Posten für die Entwicklung eines solchen Tests vorgesehen, sagte Zeltner. Doch der Nationalrat habe das Geld letzte Woche gestrichen.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen