Mehr Aids-Medikamente für Afrika gefordert

Schweizer Nichtregierungs-Organisationen reichen am Welt-Aids-Tag in Bern eine Petition ein, mit der sie höhere Beiträge zur Aids-Bekämpfung in Afrika fordern.

Dieser Inhalt wurde am 01. Dezember 2005 - 14:49 publiziert

Bund, Pharmaindustrie und Kirchen werden aufgerufen, Medikamentenpreise zu senken, in Entwicklungsländern auf Patentrechte zu verzichten und offener mit Sexualität umzugehen.

Die Unterschriftensammlunge "Afrika braucht Medikamente - jetzt!" war am Welt-Aids-Tag vor einem Jahr gestartet worden.

Initianten der Petition sind das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz (HEKS) zusammen mit der Bethlehem Mission Immensee. Die Übergabe erfolgt am Donnerstagabend im Bundeshaus.

Mit Tausenden Kerzen in der Form des afrikanischen Kontinents gedenken zuvor Vertreter von Hilfswerken auf dem Bundesplatz in Bern der 6000 Menschen, die allein in Afrika täglich an HIV/Aids sterben.

Viele könnten weiterleben, wenn sie den Zugang zu Medikamenten und Nahrung hätten, schreibt das HEKS.

Die Schweizer Fachplattform für HIV/Aids und internationale Zusammenarbeit, aidsfocus.ch, veröffentlichte derweil einen Überblick über das Engagement von Schweizer Nichtregierungs-Organisation (NGO) in der weltweiten HIV-Behandlung und -Pflege.

Ganzheitliche Behandlung

Die NGO, darunter Médecins Sans Frontières (MSF), Caritas, das Schweizerische Rotes Kreuz (SRK), die Erklärung von Bern (EvB) und Terre des hommes (Tdh), arbeiten bei ihren Projekten der ganzheitlichen Behandlung und Pflege mit lokalen Partnern zusammen. Die Mehrheit dieser Projekte werde in Afrika südlich der Sahara durchgeführt.

Die Projekte haben die rechtliche, psychosoziale und wirtschaftliche Unterstützung HIV-positiver Menschen zum Ziel, wie aidsfocus.ch mitteilte.

So engagierten sich die NGO in der freiwilligen Beratung und Testung, der Prävention der Mutter-zu-Kind-HIV-Infektion, der Hauspflege, antiretroviralen Therapien und der Stärkung des Gesundheitssystems.

swissinfo und Agenturen

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