Mehr Konsumenten-Schutz im freien Markt

Die Qual der Wahl beim Einkaufen. Keystone

Das Konsumenten-Gesetz ist diese Woche zwanzig Jahre alt geworden. Bilanz der zuständigen Instanzen: Es bleibt viel zu tun, um Schutz und Information der Konsumentinnen- und Konsumenten zu garantieren.

Dieser Inhalt wurde am 16. Juni 2001 - 16:05 publiziert

Nach Ansicht der Landesregierung sind die Menschen im "Dschungel" des freien Marktes bei der Wahl ihrer Produkte immer mehr auf Hilfe angewiesen. Diese Hilfe solle aber nicht vom Staat monopolisiert werden.

Klare Vorschriften

Der Staat müsse lediglich gewisse Regeln aufstellen, die dafür sorgen, dass die Produzenten die Käuferschaft nicht täuschen können. Es brauche vor allem klare Vorschriften zur Produkte-Deklaration.

Nicht zu grosszügig subventionieren

Volkswirtschaftsminister Pascal Couchepin fände es falsch, den Konsumenten-Organisationen "zu viel" Geld zu geben. Die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit müsse gewahrt bleiben. Es gehe nicht an, dass der Staat als "väterliche Instanz" beginne, Geld auszugeben, um die Leute "gegen ihren Willen zu schützen".

Ganz und gar nicht einverstanden

Angesichts der Fülle an Aufgaben seien die Subventionen des Bundes an die vier Schweizer Konsumenten-Organisationen schlicht zu gering, kritisiert die Eidg. Kommission für Konsumentenfragen. Die deutsche Regierung gebe proportional gesehen sechs Mal mehr für den Konsumentenschutz aus.

Elektronischer Handel als Priorität

Laurent Moreillon, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Konsumentenfragen, weist darauf hin, dass die Entwicklung des grenzüberschreitenden Handels den Konsumentenschutz immer komplexer macht. Entsprechende Lücken im Schweizer Recht müssten ausgefüllt werden. Der elektronische Handel sei dabei eine Priorität.

BSE, Hormonkälber und GVO

Zudem erhalten die Probleme in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt immer grössere Bedeutung, wie das Eidg. Büro für Konsumentenfraqen unterstreicht. In Zeiten des Rinderwahnsinns, der Hormonkälber und der Entwicklung gentechnisch veränderter Organismen, so das Büro, wollen Konsumentinnen und Konsumenten selber entscheiden, welchen Produkten und Dienstleistungen sie vertrauen können.

swissinfo und Agenturen

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