Mehr Persönlichkeits-Schutz im Internet

Wer im Internet viele persönliche Informationen über sich preisgibt, läuft Gefahr, die Herrschaft über die eigenen Personendaten zu verlieren. Um dies zu verhindern, hat der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte Hanspeter Thür Empfehlungen abgegeben.

Dieser Inhalt wurde am 29. Juni 2009 - 10:25 publiziert

Ein wichtiges Thema in seinem am Montag veröffentlichten Jahresbericht war der Persönlichkeitsschutz im Internet.

Facebook und andere Soziale Netzwerke würden immer beliebter, schreibt Thür. Vor allem die junge Generation finde es "cool", auf diesem Wege "Freunde" zu gewinnen, sich über gemeinsame Interessen auszutauschen und dabei auch sehr Persönliches preiszugeben.

Inzwischen sei klar geworden, dass sehr viele Akteure - vom Arbeitgeber bis zu den Geheimdiensten - diese immer üppiger sprudelnde Informationsquelle für ihre Zwecke nutzten, stellt Thür fest. Die Verbreitung dieser Netzwerke sei nicht aufzuhalten.

Für den Datenschutz gehe es darum, Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und zu handeln, schreibt Thür. Vorerst propagiert er deshalb auf seiner Webseite Verhaltensanweisungen, die einen gefahrlosen Umgang mit diesen neuen Möglichkeiten der Kommunikation fördern.

Ein weiteres Problem sieht Thür bei den E-Health-Projekten. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis das elektronische Patientendossier Realität sein werde. Auf diesem Wege seien noch zahlreiche Probleme mit dem Datenschutz zu lösen.

Zurückhaltung fordert der Datenschützer ausserdem bei der Internet-Fahndung.

swissinfo.ch und Agenturen

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